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Buße und Bußsakrament

Buße – Reue (Poenitentia) ist ein Schmerz der Seele
über etwas, was man begangen hat

a) Als Regung des sinnlichen Begehrungsvermögens ist der Reueschmerz ein Unlustgefühl – aus der sinnlichen Welt stammend – manchmal eine Begleiterscheinung des Reueaktes – ein naturhaftes Mitschwingen der Sinne mit der Seele – zuweilen auch wertlose „Rührung“.

b) Von dem fühlbaren Schmerz der Seele unterscheiden wir die bewußte Reue – eine freie Entscheidung des Willens, der sich mit der begangenen Tat auseinandersetzt und eine Bewegung in der Seele verursacht, um diese selbst vom Bösen zurückzuführen und die böse Gesinnung aus dem Inneren auszustoßen. Max Scheler, der scharfsinnige Beobachter des Phänomens der Reue (1), nennt diese natürliche Reue „die mächtigste Weiterlesen »Buße und Bußsakrament

Lieben wie Maria

Angesichts der rücksichtsvollen und feinfühligen Liebe Gottes, der zur Verwirklichung seines Heilsplanes auf die freiwillige Mitwirkung seines Geschöpfes wartet, konnte die Jungfrau alle Bedenken fallen lassen und sich vertrauensvoll bei diesem großen, unerhörten Plan in seine Hand geben. Vollkommen verfügbar, innerhalb ganz weit geöffnet und frei von sich selbst, ermöglichte sie es Gott, sie mit seiner Liebe, mit seinem Heiligen Geist zu erfüllen. Und so konnte Maria, die einfache Frau, Gottes Sohn in sich empfangen und der Welt den Erlöser schenken,  der sich ihr geschenkt hatte,

Auch uns ist es heute in der Eucharistiefeier Gottes Sohn geschenkt worden. Wer die heilige Kommunion empfangen hat, trägt jetzt den Auferstandenen Herrn in besonderer Weise in sich. Wie Maria ihn in ihrem Schoß Weiterlesen »Lieben wie Maria

Es ist billig und recht . . .

Immaculata

In dem Krieg, den Kaiser Karl V. mit König Franz I. von Frankreich führte, kam eines Tages ein französischer Ritter, der an seinem Herrn zum Verräter geworden war, zu Kaiser Karl, um von ihm eine Gunst zu erbitten. Der Kaiser hörte ihn ruhig an und bat dann einen seiner Hofleute, den Mann in seinem Schlosse zu beherbergen. Da sagte der Hofmann: „Majestät, ich werde dem Ritter in meinem Schloss Unterkunft geben, Weiterlesen »Es ist billig und recht . . .

 Die Folgen der vertieften Gotteserkenntnis:

Der Tiefe Glaube.
Wenn Gott den Menschen eine tiefere Erkenntnis Gottes schenkt, dann wird das Gebet zu einer erfahrungsmäßigen „Begegnung“ mit Gott. Gott wird nicht mehr als der Ferne, Fremde erlebt: er erscheint nahe und gegenwärtig im Gebet. Der Glauben an diesen gegenwärtigen Gott wird nun ganz anders: viel tiefer, inniger, greifbarer, lebendiger, persönlicher.

Auch die Liebe zu Gott wird nun intensiv. Dieser gegenwärtige Gott wird jetzt als der „Schatz im Acker“ erlebt, als der „Bräutigam“, als „der Herr“, als Urbild aller Werte, als Licht. Der Mensch ist jetzt bereit, eher sein Leben zu geben, als Gott zu verraten,  Die Unterwerfung unter Gott umfasst jetzt das ganze Leben. Das Leben wird eine einzige große Frage: „Herr, was willst du, dass ich tue?“ Eine neue Sündenerkenntnis: In ganz anderem Maß als früher merkt der Mensch jetzt jedes „Du sollst“. Je näher der Mensch daher zu Gott kommt, um so stärker erlebt er jede eigene Sünde.Weiterlesen » Die Folgen der vertieften Gotteserkenntnis:

Betrachtung zum 2. Gesätz vom freudenreichen Rosenkranz

Jesus, den du, o Jungfrau zu Elisabeth getragen hast

von Msgr. Dr. Florian Kolfhaus

„Diese Bundeslade, vor der König David tanzte, entspricht sie nicht der heiligen Jungfrau Maria? Die Bundeslade beinhaltete die steinernen Gesetzestafeln. Diese verwahrte das Gesetz, jene das Evangelium; diese die Stimme Gottes, jene das lebendige Wort. Die Bundeslade glänzte innen und außen von prächtigem Gold. Maria glänzte innen und außen vom Licht der Jungfräulichkeit. Das Gold der Bundeslade stammte von dieser Welt, jenes von Maria kam vom Himmel.“ (Hl. Maxim von Trier)Weiterlesen »Betrachtung zum 2. Gesätz vom freudenreichen Rosenkranz

Die Andacht zum göttlichen Herzen Jesu

Die Andacht zum göttlichen Herzen Jesu zählt in unserer Gegenwart (1904) zu den populärsten Andachten der katholischen Kirche. Abgesehen von dem Gegenstand, dem sie sich zuwendet, verdankt sie diese Popularität an erster Stelle den Päpsten und den hochwürdigsten Bischöfen. Die kirchliche Obrigkeit hat diese Andacht siegreich gegen alle Angriffe der Feinde verteidigt und sie in die katholische Liturgie aufgenommen. Sie Weiterlesen »Die Andacht zum göttlichen Herzen Jesu

Zwei Frauen

Zwei Frauen, unterschiedlich alt, von verschiedener Herkunft, jede mit einem Geheimnis.
Man möchte nicht darüber sprechen und es doch jemanden anvertrauen,
dieses tiefste Geheimnis im Leben einer Frau: das Erwarten eines Kindes.

Beiden fällt es schwer, darüber zu sprechen, Elisabeth, weil sie schon alt ist,
Maria, weil sie nicht weiß, wie sie jemanden einweihen kann in die Worte,
die der Engel ihr sagte.
Elisabeth spürt die Freude ihres Kindes, sie versteht das Geheimnis, bevor Maria davon
spricht.Weiterlesen »Zwei Frauen

Die Vorsehung und das Ärgernis des Bösen

Wenn doch Gott, der allmächtige Vater, der Schöpfer einer geordneten und guten Welt, sich aller seiner Geschöpfe annimmt, warum gibt es dann das Böse? Jede vorschnelle Antwort auf diese ebenso bedrängende wie unvermeidliche, ebenso schmerzliche wie geheimnisvolle Frage wird  unbefriedigt lassen. Der Christliche Glaube als ganzer ist die Antwort auf diese Frage: Das Gutsein der Schöpfung, das Drama der Sünde, die Geduldige Liebe Gottes, der den Menschen entgegenkommt. Er tut dies durch seineWeiterlesen »Die Vorsehung und das Ärgernis des Bösen