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Der wohnungslose Gott – Lukas 2, 1-7

„Sie hatten keinen Raum.“ Damit fing es an, und immer wieder ist es dabei geblieben. Wer wollte schon zusammenrücken oder gar sein Zimmer mit einem anderen teilen, nur damit ein paar Zuspätgekommene es sich gemütlich machen konnten? Denen, die noch ein Platz gefunden hatten, mögen die Neuankömmlinge sogar Leid getan haben, aber warum sollte gerade sie sich einschränken? Mal abwarten – vielleicht gab es andere, die sich kümmern würden, und ganz schlimm konnte es wohl auch nicht werden. In Bethlehem war kein Zimmer frei.Weiterlesen »Der wohnungslose Gott – Lukas 2, 1-7

Die Vorfastenzeit

Am heutigen Sonntag wird im Außerordentlichen Ritus (Latein) der Sonntag Septuagesima gefeiert, was auf Latein so viel wie „der Siebzigste“ bedeutet. Nachdem der Weihnachtsfestkreis nun geschlossen und die Zeit nach Epiphanie beendet ist, bereitet sich die Kirche mittels der Fastenzeit auf Ostern vor – der Osterfestkreis beginnt mit Septuagesima.Weiterlesen »Die Vorfastenzeit

Die Achtung vor dem menschlichen Leben

Das Zeugnis der Heilsgeschichte

Im Bericht über die Ermordung Abels durch seinem Bruder Kain offenbart die Schrift, dass im Menschen schon von Anfang seiner Geschichte an Zorn und Eifersucht als folgen der Erbsünde wirksam sind. Der Mensch ist zum Fein des Mitmenschen geworden. Gott spricht aus, wie niederträchtig dieser Brudermord ist: „Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden. So bist du verflucht, verbannt vom Ackerboden, der seinen Mund aufgesperrt hat, um aus deiner Hand das Blut deines Bruders aufzunehmen“  (Gen. 4,10-11).Weiterlesen »Die Achtung vor dem menschlichen Leben

Der Katechismus über Abtreibung

Babymodell in der elften SchwangerschaftswocheBabymodell in der elften Schwangerschaftswoche

Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen. Schon im ersten Augenblick seines Daseins sind dem menschlichen Wesen die  Rechte der Person zuzuerkennen, darunter das unverletzliche Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben.

„Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt. (Jer. 1,5)Weiterlesen »Der Katechismus über Abtreibung

Über die christliche Ehe

Auch die christliche Ehe, die der heilige Paulus ein großes Geheimnis im Hinblick auf Christus und die Kirche genannt hat (vgl. Eph 5,32), verlangt eindringlich nach unserer gemeinsamen Bemühung, damit nicht etwa gegen ihre Heiligkeit und das unauflösliche Band falsches gedacht oder zu unternehmen versucht wird. Mit besonderem Nachdruck hatte dies bereits Unser Vorgänger seligen Andenkens, Pius VIII., in seinem Apostolischen Schreiben empfohlen. Immer noch erheben sich dagegen feindliche Bestrebungen. Weiterlesen »Über die christliche Ehe

Ein Kirchenchor

Ein Kirchenchor
Henri Bripot (1846-1928)

Der Kirchenchor hat sich aufgestellt, um in einem Hochamt zu singen. Den Knabenstimmen, vor dem Harmonium, in ihren roten Soutanen und Spitzenchorhemden, schließen sich die der Männer an. Sie stehen im Hintergrund und tragen Dalmatiken. Zwei Musiker in schweren Chormänteln begleiten den Gesang mit Cello und Kontrabass.Weiterlesen »Ein Kirchenchor

Falsch ist jene Gleichheit, welche die Sozialisten predigen

Jene (die Sozialisten) hören nicht auf, wie Wir bereits erwähnten, immerfort zu erklären, alle Menschen seien von Natur aus untereinander gleich; und sie behaupten, dass sie deshalb weder der Majestät Hochachtung und Ehrfurcht noch den Gesetzen, die nicht von ihnen selbst nach eigenem Gutdünken erlassen wurden, Gehorsam schulden.

Dagegen besteht nach der Lehre des Evangeliums die Gleichheit der Menschen darin, dass alle die gleiche Natur empfangen haben, dass alle zu derselben hocherhabenen Würde der Kinder Gottes berufen sind, dass allen ein und dasselbe Ziel bestimmt ist und dass alle nach demselben Gesetze gerichtet werden, um Strafe oder Lohn nach Verdienst zu empfangen.Weiterlesen »Falsch ist jene Gleichheit, welche die Sozialisten predigen

Der hl. Thomas Morus

Wir bräuchten heute mehr denn je wieder Bekenner des Glaubens und der Treue zum Papst, und zwar in den Reihen der Bischöfe und der Laien. Leuchtende Beispiele dieser Treue aus der 2000-jährigen Kirchengeschichte sind zum Beispiel der heilige Bischof und Kardinal John Fisher und der heilige Laie Thomas Morus.

Der heilige Thomas Morus legte damals vor dem Parlament und somit vor der öffentlichen Meinung folgendes Bekenntnis ab. Er sagte:

„Das Gesetz des Parlamentes widerspricht direkt den Gesetzen Gottes und seiner heiligen Kirche. Die höchste Leitung der Kirche oder irgendeines ihrer Teile gehört rechtmäßig nur dem Heiligen Stuhl von Rom. Unser Heiland selbst hat diesen Vorrang des heiligen Petrus und seiner Nachfolger im Bischofsstuhl von Rom mit seinem eigenen Mund bekräftigt.“

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Der Stammbaum Jesse

Nicht weit von Metz (Frankreich) entfernt liegt Sillegny mit seiner gotischen Wehrkirche St. Martin aus dem 15. Jahrhundert. Um 1500 malte diese Kirche ein Unbekannter mit Fresken aus. Später wurden diese Bilder übermalt und erst 1845 wieder freigelegt. Auch das erklärt ihren schlechten Erhaltungszustand.

Hier ist das Gemälde „Stammbaum Jesse“ zu sehen. Auf seinem Lager schläft Jesse. Etwas unbeholfen versucht der Maler den Faltenwurf des orientalisch gewandeten Vaters von David wiederzugeben. Jesse träumt, dass aus seinem Herzen, ein gewaltiger Baumstamm wächst. In der Bibel gehen die Nachkommen meistens aus den Lenden hervor (vgl. 1. Mo 35,11; Heb 7,10). Bei Jesaias 11,2 heißt es nur: „Doch wächst hervor ein Reis aus Jesse (Isais) Stumpf, ein Zweig bricht aus seiner Wurzel hervor.“

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Ein großartiges Mädchen

P. Lothar Groppe

Wer Gelegenheit hatte, die olympischen Wettkämpfe dieses Jahres* am Fernsehschirm zu bewundern, dürfte sich mit der 17jährigen Amerikanerin Missy Franklin freuen, die sich im Schwimmfinale über 100 m Rücken mit 58,33 Sekunden die Goldmedaille geholt hat (1). Die wenigsten dürften aber das Interview der amerikanischen Journalisten mitbekommen haben, in der die junge Katholikin ohne Scheu von ihrem Gottesglauben und ihrer Frömmigkeit sprach. „Bei meinen Eltern war Religion nie ein Thema, und so wuchs ich fern vom Glauben an Gott auf. Gelegentlich gingen wir schon in die Kirche, aber ich fühlte mich dort unwohl, weil ich die Liturgie nicht kannte und nie wusste, was man wann macht.“ Dies änderte sich, als Missy in die katholische „Regis Jesuit High School“ kam. „Es war eigenartig, aber als ich das erste Mal durch die Eingangstür trat, spürte ich einen unbegreiflichen Frieden. Ich wusste: Hier bin ich richtig. …

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