Zum Inhalt springen

Der Bußweg und seine Stationen

Erste Station : Umkehr.

Gott ruft: Maria Magdalena – die Sünderin – ist ohne Frieden. Der Unfriede wird ihr zur Unruhe. Magdalena sucht Jesus zu begegnen.
Sie hatte ihn gesehen – gehört – sein Blick hat sie getroffen – wie ein Blitz. Sie senkte ihr Haupt – schämte sich.
Erleuchtung. Mit einem Male erkennt sie ihre Sünde und Schande – ihr Leben war verpfuscht – ihre Freuden als sinnlos – Gottes Licht zeigt ihr Elend.Weiterlesen »Der Bußweg und seine Stationen

Dem Gebete muss sich aber die Buße beigesellen

Unserer Bestimmung als wesentlich beschränkte und von einem höheren Sein absolut abhängige Wesen bewusst, wollen wir also vor allem zum Gebete Zuflucht nehmen. Wir wissen aus dem Glauben, wie viel die Macht des schlichten, vertrauensvollen, beharrlichen Gebetes vermag. Keinem anderen frommen Werke wurden jemals von dem Allmächtigen so große, so allgemeine, so feierliche Versprechungen gegeben wie dem Gebete: Bittet, und es wird euch gegeben werden, suchet und ihr werdet finden, klopfet an, und es wird euch aufgetan werden (20). Wahrlich, wahrlich sage ich euch, was ihr in meinem Namen vom Vater begehren werdet, das wird er euch geben (21).Weiterlesen »Dem Gebete muss sich aber die Buße beigesellen

Buße und Buß-Sakrament

 Buße und Reue im Bewusstsein der Zeit

a) Elisabeth Langgässer schreibt: „Wer noch sündigen kann, kann auch die Sünde bereuen“ (1). Wo der Mensch in lebendiger Beziehung zu Gott steht, erwacht alsbald nach der Sünde die Sehnsucht, zu Gott heimzukehren, mit Gott Frieden zu machen. Ohne Sündenbewusstsein keine Reue und kein Verhältnis zum Sakrament der Buße!Weiterlesen »Buße und Buß-Sakrament

Buße und Bußsakrament

Buße – Reue (Poenitentia) ist ein Schmerz der Seele
über etwas, was man begangen hat

a) Als Regung des sinnlichen Begehrungsvermögens ist der Reueschmerz ein Unlustgefühl – aus der sinnlichen Welt stammend – manchmal eine Begleiterscheinung des Reueaktes – ein naturhaftes Mitschwingen der Sinne mit der Seele – zuweilen auch wertlose „Rührung“.

b) Von dem fühlbaren Schmerz der Seele unterscheiden wir die bewußte Reue – eine freie Entscheidung des Willens, der sich mit der begangenen Tat auseinandersetzt und eine Bewegung in der Seele verursacht, um diese selbst vom Bösen zurückzuführen und die böse Gesinnung aus dem Inneren auszustoßen. Max Scheler, der scharfsinnige Beobachter des Phänomens der Reue (1), nennt diese natürliche Reue „die mächtigste Weiterlesen »Buße und Bußsakrament

Fastenzeit

„Alles hat seine Zeit“, sagt der Volksmund. Leider ist das nicht mehr so.
Bestimmte früher einmal der Rhythmus der Jahreszeiten in enger Verbindung mit dem Kirchenjahr das alltägliche Leben der Menschen, mit Fasten und Festen, mit Trauer und Freude, mit Licht und Dunkelheit, so ist heute alles immer machbar und zu haben. Der moderne, autonome Mensch, der sich gegen alles Vorgegebene zur Wehr setzt, bedient sich nach Lust und Laune an den sich biegenden Tischen unseres Wohlstandes.Weiterlesen »Fastenzeit