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Zum Fest Maria vom Berge Karmel – 16. Juli

Geschrieben von: Tonia Long

Im Jahre 1251 hatte Simon Stock, der Generalobere des Karmeliterordens, zu London eine Erscheinung der allerseligsten Jungfrau, nachdem er durch inständiges Gebet die Muttergottes angefleht hatte, ihm ein Pfand ihrer Wohlgewogenheit gegen den Karmeliterorden und ein Zeichen ihres beständigen Schutzes zu schenken.


Nach mehreren Jahren der Tränen, Buße und des Gebetes erhörte die Mutter der Barmherzigkeit das Flehen ihres Dieners.

In großem Glanze, von Engelscharen umgeben, sprach sie zu ihm:  „Geliebter Sohn, nimm dieses Skapulier als Zeichen meiner Freundschaft und Vorrecht der Karmeliter; wer darin stirbt, soll nicht in das höllische Feuer kommen; siehe, ein Zeichen des Heils, ein Bund des Friedens und des ewigen Vertrages.“

Dergleichen Offenbarungen sind erst dann ganz sicher, wenn sie von der katholischen Kirche, welche eine Grundfeste der Wahrheit ist, untersucht und gutgeheißen sind. Mehrere Päpste billigten und empfahlen nun aber das Tragen des Skapuliers als Zeichen besonderer Verehrung der allerseligsten Jungfrau Maria, und verliehen denjenigen Ablässe, welche die damit vorgeschriebenen Andachten verrichteten. Fürsten und Völker beeiferten sich, das Skapulier zu tragen, und Hilfe aller Art, besonders zahllose Rettungen bei Feuersbrunst, Schiffbruch und anderen Lebensgefahren, werden erzählt, wodurch Gott sein Wohlgefallen denen zu erkennen gab, welche in Verehrung seiner Mutter das Skapulier tragen.

Nun könnte man aber an den Worten: das Skapulier bewahre vor der ewigen Verdammung, Ärgernis nehmen. Mancher könnte sagen: „Also kann man treiben, was man will, man kommt auf keinen Fall in die Hölle, wenn man nur das Skapulier trägt.“ Allein es versteht sich von selbst, dass jene Worte nur unter der gleichen Bedingung gelten, wie die Worte der Heiligen Schrift, wenn es z.B. heißt: „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird selig werden“ – oder: „Selig sind die Traurigen“ – oder  „ Das Almosen erlöst vom Tod.“
Alle diese Bibelstellen gelten nur insoweit, als der Mensch es nicht an dem fehlen lässt, ohne was niemand selig wird, z.B. sich vor jeder Todsünde hütet, sich bemüht, seine Pflichten zu erfüllen, jedermann von Herzen verzeiht usw. Ebenso darf der, welcher das Skapulier trägt, nur dann erwarten, dass die Fürbitte der Jungfrau Maria ihn vor dem höllischen Feuer bewahren werde, wenn er sich bemüht, ein Leben zu führen, wie es dem Christen und Verehrer der heiligsten Jungfrau gemäß ist.
Während somit das Skapulier auf keinen Fall den vor der Verdammung retten kann, welcher im Zustand des geistlichen Todes in die andere Welt hinübergeht, so werden andererseits manche Fälle erzählt, wo solche Sünder, die das Skapulier trugen, in auffallender Weise vor einem bösen Tod bewahrt und zur Bekehrung gebracht wurden.

Alles aus: Legende oder christlicher Sternenhimmel von Alban Stolz, Herder, 1909, mit Imprimatur

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