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Wir müssen uns vom mechanistischen Denken befreien

Geschrieben von: Tonia Long
Aus gutem Grund stehen beim Schuldbekenntnis, das wir am Beginn der heiligen Messe ablegen, die Gedankensünden an erster Stelle; denn aus dem falschen Denken kommt das falsche Tun, aus dem sündhaften Denken das sündhafte Tun.
 
Das Zeigt uns ja sehr eindringlich auch die Geschichte des Mechanistischen Denkens, das in der Renaissance begann und sich all die Jahrhunderte über fortgesetzt nie korrigiert sah und dadurch immer weiter ausgedehnt hat, bis es zu den entsetzlichen Höhenpunkten unserer Zeit gelangte in der Gentechnologie, die ja immer mehr zu einem uferlosen Morden führt. Aus dem gottlosen Denken entsteht das gottlose Tun. Als Johannes Paul II. den Präsident der Vereinigten Staaten bat, er möge dafür sorgen, daß das mit der Genforschung verbundene Töten gesetzlich verboten werde, sagte er: „Wenn dem kein Einhalt geboten wir, dann werden wir einer Zeit des Barbarismus entgegengehen.“ Das Töten eines Menschen, um dadurch das Leben eines anderen zu heilen, wird mit Recht als Kannibalismus bezeichnet.
 
„Wehrt den Anfängen“, heißt ein sehr wichtiger Grundsatz zur Verhütung von Katastrophen. All das, was uns heute einem entsetzlichen Barbarismus entgegen gehen lässt, wenn es nicht noch gestoppt wird, hat damit begonnen, daß Mensch vergessen hat, was er ist.

Quelle: Mit Maria für eine Kultur der Liebe – Siegfried Dobretsberger –

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