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Universität in Amerika: Eine wachsende Zahl junger Menschen findet zur katholischen Kirche

Taufe eines Studenten während der Osternachtsmesse am 19. April 2025 in der Basilica of the Sacred Heart (Foto: Michael Caterina / University of Notre Dame)

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Universität in Amerika: Eine wachsende Zahl junger Menschen findet zur katholischen Kirche Taufe eines Studenten während der Osternachtsmesse am 19. April 2025 in der Basilica of the Sacred Heart (Foto: Michael Caterina / University of Notre Dame) Notre Dame Universität in Indiana erlebt Rekordzahl an Konvertiten auf dem Weg in die katholische Kirche Es ist ein Rekordjahr für die University of Notre Dame: Noch nie haben sich so viele Studierende auf den Eintritt in die katholische Kirche vorbereitet wie in diesem Jahr. Insgesamt 76 junge Menschen nehmen derzeit am OCIA-Programm (Order of Christian Initiation of Adults) teil – ein deutliches Zeichen dafür, dass der katholische Glaube unter Studierenden nicht an Bedeutung verliert, sondern im Gegenteil neue Anziehungskraft entfaltet. Einer von ihnen ist Alex Huang, Erstsemester aus Minnesota. Vor seinem Studienbeginn hatte er eine Kirche nur ein einziges Mal betreten – für ein Klavierkonzert. Aufgewachsen ist er in einer Familie ohne religiöse Praxis; seine atheistisch geprägten Eltern stammen aus China. Heute, nur wenige Monate später, steht er kurz davor, in der Osternacht in die katholische Kirche aufgenommen zu werden. Den Ausschlag gab für ihn vor allem die Atmosphäre an Notre Dame. „In meiner öffentlichen Highschool hat niemand über seinen Glauben gesprochen“, erzählt Huang. „Hier an der Universität ist das völlig anders. Die Leute sprechen ganz selbstverständlich über ihren Glauben – das war für mich ungewohnt, aber faszinierend.“ Huang ist kein Einzelfall. Von den 76 Teilnehmenden des diesjährigen OCIA-Kurses sind 42 Katechumenen, also noch ungetauft, 12 Kandidaten für die Erste Heilige Kommunion und 22 katholische Studenten, die sich auf die Firmung vorbereiten. Noch vor zwei Jahren waren es lediglich 33 Teilnehmer, im vergangenen Jahr 52. Besonders auffällig ist der starke Zuwachs unter den Ungetauften – ihre Zahl hat sich nahezu verdoppelt. Für Brett Perkins, stellvertretender Leiter für Evangelisation und religiöse Bildung in der Hochschulseelsorge – selbst ein Konvertit –, ist diese Entwicklung Teil einer größeren Bewegung. „Die grundlegenden Fragen des Lebens sind dieselben geblieben“, sagt er. „Aber viele junge Menschen beginnen wieder, die Sehnsucht ihres Herzens ernst zu nehmen.“ Empfang des Sakraments der Firmung während der Osternachtsmesse am 19. April 2025 in der Basilica of the Sacred Heart. (Foto: Michael Caterina / University of Notre Dame)“ „Im Glauben entbrannte“ Kommilitonen Perkins nennt mehrere Gründe für diese geistliche Offenheit: die Einsamkeit während der Pandemie, aber auch die Wirkung glaubwürdiger Verkünder im Netz wie Bischof Robert Barron oder Pater Mike Schmitz. Entscheidend sei an Notre Dame jedoch etwas anderes: das glaubwürdige Zeugnis der Studierenden selbst. „In den letzten Jahren sehe ich immer mehr junge Leute, die wirklich im Glauben brennen“, sagt Perkins. „Und sie behalten das nicht für sich – sie laden andere ein.“ Das zeigt sich ganz konkret: katholische Studierende, die ihre Mitbewohner zur Messe in der Wohnheimkapelle mitnehmen, Freunde, die zum Rosenkranz einladen oder einfach durch ihr Leben neugierig machen. Oft, so Perkins, entsteht der entscheidende Moment der Offenheit lange, bevor jemand offiziell im OCIA auftaucht. Mehr als 80 Prozent der fast 13.000 Studierenden an Notre Dame bezeichnen sich als katholisch. Jede Wohnanlage verfügt über eine eigene Kapelle, ebenso viele akademische Gebäude. Wöchentlich werden auf dem Campus über 150 Messen, zahlreiche Stunden eucharistischer Anbetung und regelmäßige Beichtzeiten angeboten. Der Glaube ist sichtbar – und lebendig. Auch akademisch hat Theologie Gewicht: Alle Studenten müssen mindestens zwei theologische Kurse belegen, und über 800 haben sich für ein Haupt- oder Nebenfach in Theologie entschieden. Gläubige halten die Kerzen die am Osterlicht entzündet wurden während der Osternachtsmesse 2025 in der Basilica of the Sacred Heart auf dem Campus der University of Notre Dame. (Foto: Michael Caterina / University of Notre Dame) Glaube, der weitergegeben wird Dieses Umfeld prägt auch das OCIA selbst. Katholische Studenten übernehmen Patenschaften, begleiten Katechumenen und Firmungsbewerber, nehmen gemeinsam an den wöchentlichen Treffen teil und geben durch ihr Leben Zeugnis davon, was es heißt, katholisch zu sein. Clare Hettich, Erstsemester aus Washington, D.C., meldete sich freiwillig als Patin. „Ich bin hier von Menschen umgeben, die ihren Glauben ernst nehmen und leben“, sagt sie. „Das fordert mich selbst heraus. Und ich wollte genau das auch für jemand anderen sein.“ Ein weiterer Teilnehmer ist Lucas Santiago, Student im Abschlussjahr. Zwar wurde er als Kind getauft, wuchs jedoch in einem agnostischen Umfeld auf. Erst an Notre Dame merkte er, dass sein selbstgebauter moralischer Kompass nicht ausreichte. Das gelebte Zeugnis seiner Freunde, ihre Freude und ihr Einsatz für Nächstenliebe und soziale Gerechtigkeit, ließen ihn neu auf den Glauben schauen. „Was mich am meisten berührt, ist diese jubelnde Freude im Glauben“, sagt Santiago. „Hier begegnet mir eine Liebe, die ich so nicht kannte.“ Notre Dame OCIA-Gruppe 2025 (Photo: Carmela Sadaya) Eine von Gnade geprägte Erfahrung Studierende haben an Notre Dame zwei Wege zur vollständigen Initiation: das 1 Jahr dauernde OCIA-Programm für Ungetaufte und den kürzeren „Short Course“ für bereits Getaufte, die noch Firmung und Erstkommunion empfangen wollen. OCIA beginne bewusst nicht mit Dogmatik, erklärt Perkins, sondern mit der menschlichen Erfahrung. „Wir sprechen über die Sehnsucht im Herzen jedes Menschen – eine Sehnsucht nach Gott, die nur von Gott selbst erfüllt werden kann.“ Für Huang und Santiago ist klar: Gott wirkt an diesem Ort. „Ich darf meinen Glaubensweg gemeinsam mit Tausenden anderer junger Jünger gehen“, sagt Santiago. „Zumindest für eine gewisse Zeit.“ Quelle: Artikel von Abby Strelow in National Catholic Register

Notre Dame Universität in Indiana erlebt Rekordzahl an Konvertiten auf dem Weg in die katholische Kirche

Es ist ein Rekordjahr für die University of Notre Dame: Noch nie haben sich so viele Studierende auf den Eintritt in die katholische Kirche vorbereitet wie in diesem Jahr. Insgesamt 76 junge Menschen nehmen derzeit am OCIA-Programm (Order of Christian Initiation of Adults) teil – ein deutliches Zeichen dafür, dass der katholische Glaube unter Studierenden nicht an Bedeutung verliert, sondern im Gegenteil neue Anziehungskraft entfaltet.

Einer von ihnen ist Alex Huang, Erstsemester aus Minnesota. Vor seinem Studienbeginn hatte er eine Kirche nur ein einziges Mal betreten – für ein Klavierkonzert. Aufgewachsen ist er in einer Familie ohne religiöse Praxis; seine atheistisch geprägten Eltern stammen aus China. Heute, nur wenige Monate später, steht er kurz davor, in der Osternacht in die katholische Kirche aufgenommen zu werden.

Den Ausschlag gab für ihn vor allem die Atmosphäre an Notre Dame.
„In meiner öffentlichen Highschool hat niemand über seinen Glauben gesprochen“, erzählt Huang. „Hier an der Universität ist das völlig anders. Die Leute sprechen ganz selbstverständlich über ihren Glauben – das war für mich ungewohnt, aber faszinierend.“

Huang ist kein Einzelfall. Von den 76 Teilnehmenden des diesjährigen OCIA-Kurses sind 42 Katechumenen, also noch ungetauft, 12 Kandidaten für die Erste Heilige Kommunion und 22 katholische Studenten, die sich auf die Firmung vorbereiten. Noch vor zwei Jahren waren es lediglich 33 Teilnehmer, im vergangenen Jahr 52. Besonders auffällig ist der starke Zuwachs unter den Ungetauften – ihre Zahl hat sich nahezu verdoppelt.

Für Brett Perkins, stellvertretender Leiter für Evangelisation und religiöse Bildung in der Hochschulseelsorge – selbst ein Konvertit –, ist diese Entwicklung Teil einer größeren Bewegung.
„Die grundlegenden Fragen des Lebens sind dieselben geblieben“, sagt er. „Aber viele junge Menschen beginnen wieder, die Sehnsucht ihres Herzens ernst zu nehmen.“

Empfang des Sakraments der Firmung während der Osternachtsmesse am 19. April 2025 in der Basilica of the Sacred Heart. (Foto: Michael Caterina / University of Notre Dame)“

„Im Glauben entbrannte“ Kommilitonen

Perkins nennt mehrere Gründe für diese geistliche Offenheit: die Einsamkeit während der Pandemie, aber auch die Wirkung glaubwürdiger Verkünder im Netz wie Bischof Robert Barron oder Pater Mike Schmitz. Entscheidend sei an Notre Dame jedoch etwas anderes: das glaubwürdige Zeugnis der Studierenden selbst.

„In den letzten Jahren sehe ich immer mehr junge Leute, die wirklich im Glauben brennen“, sagt Perkins. „Und sie behalten das nicht für sich – sie laden andere ein.“

Das zeigt sich ganz konkret: katholische Studierende, die ihre Mitbewohner zur Messe in der Wohnheimkapelle mitnehmen, Freunde, die zum Rosenkranz einladen oder einfach durch ihr Leben neugierig machen. Oft, so Perkins, entsteht der entscheidende Moment der Offenheit lange, bevor jemand offiziell im OCIA auftaucht.

Mehr als 80 Prozent der fast 13.000 Studierenden an Notre Dame bezeichnen sich als katholisch. Jede Wohnanlage verfügt über eine eigene Kapelle, ebenso viele akademische Gebäude. Wöchentlich werden auf dem Campus über 150 Messen, zahlreiche Stunden eucharistischer Anbetung und regelmäßige Beichtzeiten angeboten. Der Glaube ist sichtbar – und lebendig.

Auch akademisch hat Theologie Gewicht: Alle Studenten müssen mindestens zwei theologische Kurse belegen, und über 800 haben sich für ein Haupt- oder Nebenfach in Theologie entschieden.

Gläubige halten die Kerzen die am Osterlicht entzündet wurden während der Osternachtsmesse 2025 in der Basilica of the Sacred Heart auf dem Campus der University of Notre Dame. (Foto: Michael Caterina / University of Notre Dame)

Glaube, der weitergegeben wird

Dieses Umfeld prägt auch das OCIA selbst. Katholische Studenten übernehmen Patenschaften, begleiten Katechumenen und Firmungsbewerber, nehmen gemeinsam an den wöchentlichen Treffen teil und geben durch ihr Leben Zeugnis davon, was es heißt, katholisch zu sein.

Clare Hettich, Erstsemester aus Washington, D.C., meldete sich freiwillig als Patin.
„Ich bin hier von Menschen umgeben, die ihren Glauben ernst nehmen und leben“, sagt sie. „Das fordert mich selbst heraus. Und ich wollte genau das auch für jemand anderen sein.“

Ein weiterer Teilnehmer ist Lucas Santiago, Student im Abschlussjahr. Zwar wurde er als Kind getauft, wuchs jedoch in einem agnostischen Umfeld auf. Erst an Notre Dame merkte er, dass sein selbstgebauter moralischer Kompass nicht ausreichte. Das gelebte Zeugnis seiner Freunde, ihre Freude und ihr Einsatz für Nächstenliebe und soziale Gerechtigkeit, ließen ihn neu auf den Glauben schauen.

„Was mich am meisten berührt, ist diese jubelnde Freude im Glauben“, sagt Santiago. „Hier begegnet mir eine Liebe, die ich so nicht kannte.“

Notre Dame OCIA-Gruppe 2025 (Photo: Carmela Sadaya)

Eine von Gnade geprägte Erfahrung

Studierende haben an Notre Dame zwei Wege zur vollständigen Initiation: das 1 Jahr dauernde  OCIA-Programm für Ungetaufte und den kürzeren „Short Course“ für bereits Getaufte, die noch Firmung und Erstkommunion empfangen wollen.

OCIA beginne bewusst nicht mit Dogmatik, erklärt Perkins, sondern mit der menschlichen Erfahrung.
„Wir sprechen über die Sehnsucht im Herzen jedes Menschen – eine Sehnsucht nach Gott, die nur von Gott selbst erfüllt werden kann.“

Für Huang und Santiago ist klar: Gott wirkt an diesem Ort.
„Ich darf meinen Glaubensweg gemeinsam mit Tausenden anderer junger Jünger gehen“, sagt Santiago. „Zumindest für eine gewisse Zeit.“

Quelle: Artikel von Abby Strelow in National Catholic Register

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