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Tagesheilige – 23. Februar: Hl. Willigis von Mainz

Fiktive Darstellung in der Schedelschen Chronik 1493
 mit seinem angeblichen Wappen, dem Mainzer Rad

Hl. Willigis von Mainz
Erzbischof
Geboren: 10. Jh. in Niedersachsen
Gestorben: 23. Februar 1011 in Mainz, Rheinland-Pfalz
Patron der Wagner
In der Mainzer Stiftskirche St. Stephan, die in den letzten
Jahren durch die Fenster von Marc Chagall Weltruhm erlangte, werden im
Kirchenschatz in einer Silberbüste die Reliquien von Erzbischof Willigis
aufbewahrt. Darüber hinaus ist die Kirche im Besitz der überaus kostbaren
Willigis-Kasel, dem Messgewand von Willigis aus der Zeit um 1000.
St. Stephan
gehört zu den Gotteshäusern,  die
Willigis während seiner Amtszeit gründete; daneben waren es in Mainz noch der
Martinsdom, der allerdings am Tag der Weihe am 29. August 1009 abbrannte, und
St. Viktor.
Willigis, der als einer der bedeutendsten Kirchenmänner in
die deutsche Geschichte eingehen sollte, war als Sohn einer armen
niedersächsischen Familie zur Welt gekommen.
Die Legende berichtet, sein Vater sei Wagner gewesen,
weshalb Willigis auf Abbildungen oft mit einem Rad zu sehen ist. Um das Jahr
970 kam Willigis auf Empfehlung des gerade zum Bischof von Meißen ernannten
Volkhold zu König Otto II., dessen Kanzler er 971 wurde. Im Jahr 975  bereits ernannte man ihn zum Erzbischof von
Mainz. Weitere markante Daten aus dem Leben von Willigis: 996 führte er den
ersten deutschen Papst, Gregor V., in Rom in sein Amt ein; 1002 krönte er
Heinrich II. und sein Ehefrau Kunigunde zum deutschen Kaiserpaar; 1007 war er
maßgeblich an der Gründung des Bistums Bamberg beteiligt. Neben all der „großen
Politik“ schlug das Herz von Willigis aber immer für die Armen: Jeden Tag ließ
der Erzbischof 30 Arme speisen.
Darstellung: Auf
Abbildungen wird Willigis mit den Attributen eines Bischofs dargestellt, oft
auch mit dem Rad, was auf den angeblichen Beruf seines Vaters hinweisen soll.
Eine schöne Abbildung gibt es in St. Stephan in Mainz: Der Wandbehang – eine
Laachener Arbeit – zeigt Willigis mit der Heiligen Schrift, seinem
Lieblingsbuch.
Quelle:
Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber Schindler – Pattloch-Verlag
Bild: Wikipedia

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