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Tagesheilige 21. August – Hl. Pius X.

Hl. Pius X.
Papst
* 2. Juni 1835 in Riese, Italien
+ 20. August 1914 in Rom, Italien
Patron der Esperantisten; des Päpstlichen Werkes der
Heiligen Kindheit
Direkt an der Hauptdurchgangsstraße in dem kleinen Ort Riese in Venetien, unweit der Stadt Castelfranco, steht ein unscheinbares Häuschen. Es gehörte einmal der Familie Sarto, einfache Bauersleuten. Am 2. Juni 1835 wurde hier Giuseppe Sarto geboren. Der seine Kinder- und Jugendjahre in größter Armut verlebte. Mit 23 Jahren empfing Giuseppe die Priesterweihe. In den folgenden 17 Jahren wirkte er an verschiedenen Orten als Kaplan und Pfarrer, bevor er 1875 Domherr in Treviso wurde. Im Jahr 1884 schließlich empfing der Bauernsohn aus Riese die Weihe zum Bischof von Mantua, 1893 gar zum Patriarchen von Venedig. Und am 4. August 1903 waren die Einwohner von Riese die stolzesten Bürger von ganz Italien: Ihr Giuseppe Sarto bestieg als Pius X. den Papststuhl. Am Häuschen der Sartos befindet sich heute eine Tafel, auf der steht, daß der große Pius einst hier zu Hause war.
Pius X. ging als Reformpapst in die Geschichte ein. Sein Motto lautete: „Alles in Christus erneuern“. Pius X. erneuerte den Gregorianischen Choral, das Messbuch, den Kalender und das Stundengebet. Er förderte die frühe Erstkommunion und den häufigen Empfang der Eucharistie. Er erneuerte das religiöse Leben im Volk und beim Klerus und sorgte für die dringend notwendige Verbesserung der Priesterausbildung. Außerdem vertrat Pius X. die Ansicht, daß der Papst sich auch um Politische Angelegenheiten kümmern müsse, das Kirche und Staat enger zusammenarbeiten sollten.
So groß die Erfolge des Papstes im eigenen Land und bei der Vermittlung in den Grenzstreitigkeiten Südamerikas waren, so schwere Rückschläge musste er in Frankreich und in Spanien hinnehmen. Beide Länder und auch Portugal stellten sich gegen den Papst. Spanien brach 1910 sogar für einige Zeit die Beziehungen zu Rom ab. Während seines Pontifikats erlebt Pius X. immer nur große Zustimmung oder völlige Ablehnung. Doch von seinem gewählten Weg konnte ihn nichts abbringen.
Im alter von fast 80 Jahren starb der Reformpapst am 20. August 1914 in Rom; beigesetzt wurde er in einem Seitenaltar des Petersdomes. An seinem Grab ereigneten sich im Laufe der Jahre zahlreiche wundersame Begebenheiten. Papst Pius XII. Sprach
seinen großen Vorgänger am 29. Mai 1954 heilig. Die Seligsprechung war 1931 erfolgt.
Darstellung: Auf Abbildungen ist Pius X. entweder in Bischofs-, Kardinals- oder Papstgewändern zu sehen.
Quelle: Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber . Schindler – Pattloch-Verlag

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