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Syrien: Christlichen Flüchtlingen droht bei der Rückkehr in ihre Heimat der Tod

Geschrieben von: Tonia Long
Christlichen Flüchtlingen in Syrien droht bei der Rückkehr in ihre
Heimat der Tod. Aufständische der Al Nusra-Front hätten sie vor die Wahl
gestellt: Entweder sie konvertierten zum Islam oder sie würden
umgebracht. Das berichtet der assyrische Informationsdienst AINA. Al
Nusra steht in Verbindung mit dem Terrornetzwerk Al Kaida. Die bedrohten
Christen stammen aus dem 70.000 Einwohner zählenden Al Thaura und
arbeiteten zusammen mit Muslimen an der Tabqa-Talsperre. Bereits im
Februar brachten Aufständische die Stadt und die Sperrmauer unter ihre
Kontrolle. Während sunnitische Muslime in Al Thaura bleiben durften,
wurden die syrisch-orthodoxen Christen vertrieben. Ihre Häuser wurden
besetzt, ihr Besitz beschlagnahmt und auf dem Schwarzen Markt verkauft.
Mit dem Erlös erwarben die Aufständischen Waffen und Munition.

Christen, die unter der Herrschaft des Machthabers Baschir al Assad
relative Glaubensfreiheit genossen, werden von den Rebellen als seine
Verbündeten verfolgt. Mehrfach ist es zu Entführungen gekommen. So
wurden am 22. April in Aleppo der syrisch-orthodoxe Erzbischof Mor
Gregorios Yohanna Ibrahim und sein griechisch-orthodoxer Amtskollege
Boulos Yazigi in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet verschleppt.
Von beiden fehlt jede Spur. Nach Schätzungen sollen im syrischen
Bürgerkrieg in zweieinhalb Jahren mindestens 100.000 Menschen umgekommen
sein. 1,3 Millionen sind ins Ausland geflohen; etwa 4,2 Millionen sind
innerhalb des Landes auf der Flucht. Von den 21 Millionen Einwohnern des
Landes waren vor dem Bürgerkrieg 90 Prozent Muslime und 6,3 Prozent
Christen, davon jeweils drei Prozent Katholiken und Orthodoxe plus
kleine Gruppen von Protestanten. Die übrige Bevölkerung bestand aus
Nichtreligiösen oder Anhängern anderer Religionen. 

Quelle: Kirche in Not

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