„Geht zur Madonna. Liebt sie!“
„Betet immer den Rosenkranz. Betet ihn gut. Betet ihn so oft, wie ihr könnt!“
– Pater Pio
Für Pater Pio war Maria die Mutter, zu der er mit kindlicher Liebe seine Zuflucht nahm. Er wusste: Wer sich Maria anvertraut, wird von ihr zu ihrem göttlichen Sohn geführt. Sein ganzes Leben war von dieser innigen Liebe zur Gottesmutter geprägt.
Am 11. Oktober 1954 veröffentlichte Papst Pius XII. seine Enzyklika Ad Caeli Reginam über die königliche Würde Mariens und führte darin das liturgische Fest Maria Königin ein. Er wollte damit keine neue Lehre verkünden, sondern eine Wahrheit, die tief in der Heiligen Schrift, der Tradition und dem Glauben der Kirche verwurzelt ist, neu ins Bewusstsein der Gläubigen rufen.
Maria ist Königin, weil sie die Mutter des Königs ist. Sie ist die demütige Magd des Herrn, die ganz auf Gott verwiesen ist und als Mutter und Fürsprecherin über ihre Kinder wacht. Am innigsten hat sie mit Christus am Werk unserer Erlösung mitgewirkt – bis unter das Kreuz. Gerade deshalb dürfen wir mit kindlichem Vertrauen zu ihr aufblicken und sie als unsere Königin und Mutter anrufen.
Das Gebet von Papst Pius XII. lässt diese mütterliche und barmherzige Herrschaft Mariens wunderbar aufleuchten. „Herrsche, o Mutter und Königin“, bittet er – über die Kirche, über die Familien, über die Völker, aber auch über unsere Gedanken, unseren Willen und unser Herz.
Gehen wir, ganz im Sinne Pater Pios, zu jener, wo alles so schlicht und unkompliziert ist: Zur Madonna. Lieben wir sie. Nehmen wir den Rosenkranz in die Hand. Sagen wir voller Vertrauen: Maria, unsere Königin und unsere Mutter, führe uns zu Jesus.
Gebet zu Maria, der Königin des Himmels
von Papst Pius XII.
Aus den Tiefen dieses Tränentales, in dem die leidende Menschheit mühsam ihren Weg geht, durch die Wogen dieses unseres Meeres, das unaufhörlich von den Winden der Leidenschaften hin und her getrieben wird, erheben wir unsere Augen zu Dir, o geliebteste Mutter Maria, um Trost zu finden in der Betrachtung Deiner Herrlichkeit und Dich als Königin des Himmels und der Erde, als Königin der Menschheit zu grüßen.
Mit berechtigtem kindlichem Stolz wollen wir Dein Königtum verherrlichen und es anerkennen als eine Würde, die Dir aufgrund der erhabenen Vollkommenheit Deines ganzen Wesens gebührt, o vielgeliebte Mutter dessen, der von Rechts wegen, durch Erbe und durch seinen Sieg König ist.
Herrsche, o Mutter und Königin, indem Du uns den Weg der Heiligkeit zeigst und uns führst und hilfst, damit wir niemals von ihm abweichen.
In den Höhen des Himmels übst Du Deinen Vorrang über die Chöre der Engel aus, die Dich als ihre Herrscherin preisen, und über die Scharen der Heiligen, die sich daran erfreuen, Deine strahlende Schönheit zu schauen. So herrsche auch über die ganze Menschheit, vor allem indem Du denen den Weg des Glaubens eröffnest, die Deinen göttlichen Sohn noch nicht kennen.
Herrsche über die Kirche, die Deine gütige Herrschaft anerkennt und preist und zu Dir als sicherer Zuflucht inmitten der Nöte unserer Zeit ihre Zuflucht nimmt. Herrsche besonders über jenen Teil der Kirche, der verfolgt und bedrängt wird; schenke ihm Kraft, die Widerwärtigkeiten zu ertragen, Standhaftigkeit, um niemals ungerechtem Zwang nachzugeben, Licht, um den Fallstricken des Feindes zu entgehen, Festigkeit, um offenen Angriffen zu widerstehen, und in jedem Augenblick unerschütterliche Treue zu Deinem Königtum.
Herrsche über die Gedanken der Menschen, damit sie nur nach der Wahrheit suchen; über ihren Willen, damit sie allein dem Guten folgen; über ihre Herzen, damit sie nichts anderes lieben als das, was auch Du selbst liebst.
Herrsche über die einzelnen Menschen und über die Familien, ebenso über Gemeinschaften und Völker; über die Versammlungen der Mächtigen und die Räte der Weisen wie auch über die einfachen Wünsche der Demütigen.
Herrsche auf den Straßen und Plätzen, in den Städten und Dörfern, in den Tälern und auf den Bergen, in der Luft, zu Lande und auf dem Meer. Höre die frommen Gebete all jener, die erkennen, dass Deine Herrschaft eine Herrschaft der Barmherzigkeit ist: eine Herrschaft, in der jede Bitte erhört, jedes Leid getröstet, jedes Unglück gelindert und jede Krankheit geheilt wird; eine Herrschaft, unter der auf eine Bewegung Deiner gütigen Hände selbst aus dem Tod lächelndes Leben hervorgeht.
Erwirke uns die Gnade, dass alle, die Dich heute in allen Teilen der Welt als Königin und Herrin preisen und grüßen, eines Tages im Himmel die Fülle Deines Königtums genießen dürfen in der Anschauung Deines göttlichen Sohnes, der mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.
Heiliger Pater Pio, bitte für uns!
O Maria, unsere Königin, bitte für uns!