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Kevelaer: Wallfahrt zur Trösterin der Betrübten

Geschrieben von: Tonia Long
Unter diesem Titel “Trösterin der Betrübten” wird die Gottesmutter an dem Wallfahrtsorte Kevelaer in Rheinpreußen verehrt. Heinrich Buschmann, ein einfacher Bürger hörte im Gebete auf der Kevelaerer Haide die Worte: “Hier sollst du mir ein Heiligenhäuschen bauen.” Dieselben Worte vernahm er drei Tage nach einander. Auch seine Frau sah des Nachts von hellem Glanze umflossen ein Heiligenhäuschen mit einem Muttergottesbilde plötzlich in ihrem Zimmer erscheinen. In dem Bilde erkannte sie die Nachbildung eines in Luxemburg hoch verehrten Gnadenbildes, welches sie in den Händen von Soldaten gesehen hatte. Die frommen Eheleute kauften ein solches Bild, bauten am bestimmten Platze ein Heiligenhäuschen und 1642 stellte der Pfarrer von Kevelaer das hl. Bild auf. Wunderbare Gebetserhörungen u. Heilungen zogen so viele Pilger herbei, daß schon 1643 der Grundstein zur größeren Kapelle gelegt und diese 1645 vollendet werden konnte. Sie wurde feierlich eingeweiht und den Oratorianern übergeben. 1654 bauten diese die 6eckige Kapelle um das Heiligenhäuschen mit dem Gnadenbilde. Eine silberne mit vergoldeten Figuren geschmückte Platte, ein Geschenk des Reichsgrafen Wolfgang v. Ottingen, ziert noch heute das hl. Bild. Viele Weihgeschenke legten Hohe und Niedere huldigend der allerseligsten Jungfrau hier nieder. Selbst der protestantische König Friedrich Wilhelm I. von Preußen kam 1714 nach Kevelaer, betrachtete das hl. Bild und opferte eine Kerze. Zum Superior der Oratorianer aber sprach er: “Ich will gnädig sein, Pater; begehren Sie, was Sie wollen!” Dieser antwortete: “Seine Majestät möge die Verehrung der allerseligsten Jungfrau und die katholische Religion schützen und die Privilegien von Kevelaer bestätigen!” “Ich werde sie schützen, begünstigen, erhalten”, war die Antwort des Königs. 1728 schickte er nochmals eine Wachskerze von 50 Pfund mit seinem Wappenschild. 1792 wurde zwar die hl. Kapelle von den französischen Revolutionären geschlossen und beraubt; aber unter Napoleon I. wieder eröffnet. Da die Zahl der Wallfahrer jährlich zunimmt und Zahllose dort Hilfe finden, hat Papst Leo XIII. die hl. Kapelle zum Range einer Basilika erhoben und “vollkommenen Ablaß” an den 5 hohen Muttergottesfesten zu gewinnen verliehen.

Druck u. Verlag v. C. Bauer, Höchst a. M.  (entnommen aus germania Catholica)

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