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Jesus begegnet seinem Vater in der Einsamkeit

Geschrieben von: Tonia Long
Schon des Heilandes Geburt im verlassenen Stall mitten in der Nacht war ein Vorzeichen für sein späteres einsames Leben. Bevor er seine öffentliche Tätigkeit antrat, weilte er vierzig Tage in der Wüste. Als er die Geborgenheit seines Elternhauses verließ, empfing ihn der Unverstand und die Undankbarkeit der meisten seiner Zeitgenossen. Wie oft antworteten sie auf seine grenzenlose Erlöserliebe mit Bosheit und Hass! Doch in aller Finsternis Menschlicher Sünde, die ihn umgab, fand er in der Einsamkeit die Stärkende Zweisamkeit mit dem himmlischen Vater.
 
Wir lesen in den Evangelien öfters, dass sich der Heiland vor der Menge in die Einsamkeit zurückzog, um mit seinem Vater im Gebet zu sprechen: „In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten“ (Mk 1, 35). „Als sein Ruf sich immer mehr verbreitete, so dass die Menschen von überall herbeiströmten… zog er sich an einen einsamen Ort zurück, um zu beten“ (Lk 5, 15). So durfte Jesus bekennen: „Mein Vater lässt mich nicht allein, weil ich immer das tue, was ihm gefällt“ (Joh 8, 29). Er wusste – uns damit ein Beispiel gebend – , dass er niemals weniger allein war, als wenn er mit seinem Vater sprach und des Vaters Willen erfüllte. So ermahnte er auch seine Jünger, als sie von ihrer ersten Apostolischen Wanderung zu ihm zurückkehrten und ihm alles berichteten, was sie gewirkt hatten: „Kommt mit mir an einen einsamen Ort und ruht ein wenig aus“ (Mk 6, 31).
 
Selbst in der Verlassenheit seines Kreuztodes betete der Heiland den Psalm 22. Dieser beginnt zwar mit dem schmerzhaften Ausruf: „Mein Gott mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ Doch im Laufe des Gebetes wird dem Beter Gewissheit: „Du hast mich erhört… Der Herr hat nicht verachtet und nicht verschmäht das Elend des Dulders, er hat nicht verborgensein Antlitz vor ihm, hat ihn vernommen, da er aufschrie zu ihm.“

Quelle: Einsamkeit als Gnade – Alois Meder – Christiana-Verlag

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