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Jesu Gehorsam

Wie sehr Jesus den Gehorsam liebt.

Sofort bei seinem Eintritt in die Welt opfert er sich seinem Vater auf, um ihn durch seine Unterwerfung zu ehren. „Einen Leib hast du mir gegeben, und ich habe gesagt: Siehe,ich komme; ich werde in allem deinen heiligen Willen erfüllen. Dieses Gesetz ist in meinem Herzen tief eingeprägt.“

Er spricht zu seinen Aposteln von einer Nahrung, die sie nicht kennen, welche ihm aber nie mangeln: es ist dies der Gehorsam gegen den Willen seines Vaters. Er versichert uns, dass er nur deshalb vom Himmel gekommen ist, um zu gehorchen. Er stellt diese Tugend als den Prüfstein wahrer Heiligkeit und als die sichere Bürgschaft für die Aufnahme in den Himmel hin. Wenn ich sie übe, wird er mich lieben wie seine Mutter; alle seine Gnaden werden mir zuteil.

Wie Jesus den Gehorsam übte.

Seinem Vater gehorchte er immer und in allem; seine Eltern war er 30 Jahre hindurch gehorsam; während seines Lebens unterwarf er sich sogar seinen ungerechten Richtern und seinen Henkern. Den Naturgesetzen unterwarf er sich, indem er neun Monate im Schoße seiner Mutter verweilte, den Anordnungen der Vorsehung, indem er unter den Beschwerden und Entbehrungen einer Reise geboren wurde. … Er unterzog sich der Beschneidung, der Darstellung im Tempel, der Vertreibung aus dem Vaterlande. Seine Predigten und seine Wunder geschahen ausschließlich dem Willen seines Vaters entsprechend. Er übt den Gehorsam bis zum Tode am Kreuze. Gehorchen heißt seine Niedrigkeit tatsächlich anerkennen.

Wer ist es, wie  und wem gehorcht er? Er gehorcht sogar verworfenen Menschen. Er unterwirft sich dem Edikt des Augustus, dem Urteil des Pilatus, ja sogar seinen Henkern, in welchen er nur die Vollzieher der Gerechtigkeit seines Vaters erblickt. Er leistet auch jetzt noch Gehorsam im Geheimnis der Eucharistie.

O meine Seele, kannst du dieses Vorbild sehen, ohne Gehorsam zu lieben? 

„Gott liebt den Gehorsam so sehr, dass er sogar den einfachen Rat segnet und
 gutheißt, den wir von anderen, besonders von geistlichen Führern, erhalten.“
(Hl. Franz von Sales)

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ. – Hrsg.: DVCK e. V., Frankfurt am Main. S 378, 8. Nov.

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