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In Kempten gibt es eine Krippenbauschule

Geschrieben von: Tonia Long

Die Adventszeit rückt immer näher und allmählich machen sich die Allgäuer wieder Gedanken um ihre Weihnachtsdeko. Dabei spielt die Weihnachtskrippe eine große Rolle. Wer noch keine hat oder seine alte Krippe ersetzen möchte, kann sie sich auch selbst bauen. Wir waren bei einer Krippenbauschule in Kempten zu Besuch und haben uns in der Werkstatt umgeschaut.

Die Weihnachtskrippe gehört für viele Menschen einfach zu Weihnachten dazu. Manche stellen sie erst direkt zum Fest auf, andere schon zu Beginn der Adventszeit und warten nur mit dem Jesuskind in der Krippe bis Heiligabend.

Weihnachtskrippen haben eine lange Tradition und kommen ursprünglich aus Italien. Franz von Assisi soll schon um 1220 die Weihnachtsgeschichte mit Figuren von Menschen und Tieren nachgestellt haben. Seitdem verbreitete sich diese Form der Darstellung, bis sie etwa 1600 nach Deutschland gelangte.

Wer seine Krippe nicht einfach kaufen möchte, sondern lieber selbst bastelt, hat die Möglichkeit, seine eigene Krippe in Handarbeit zu bauen. Damit man beim Basteln nicht auf sich allein gestellt ist, gibt es Kurse, in denen man das Krippenbauen lernt.

Das ist zum Beispiel an der Krippenbauschule Kempten möglich. Einer der vier Krippenbaumeister dort ist Georg Stechele. Der 66- Jährige wollte sich vor etwa zehn Jahren eine fertige Weihnachtskrippe kaufen, als ihn ein Bekannter darauf hinwies, dass er sich ebensogut für den gleichen Preis eine eigene Krippe bauen könne. Daraufhin hat Stechele in Innsbruck eine vierjährige Ausbildung gemacht und so das Krippenbauen von Grund auf gelernt.

In Gruppen von etwa sechs Personen bringt er den Teilnehmern das Krippenbauen bei. Mit Hilfe von vorgegebenen Mustern kann hier jeder innerhalb von vier Tagen seine eigene Weihnachtskrippe bauen.

Mit eigener Kreativität können die Kursteilnehmer jede Vorlage nach eigenen Vorstellungen abändern. Durch die individuelle Herstellung wird jede Krippe trotz Muster zu einem Einzelstück, was auch für Krippenbaumeister Georg Stechele den Reiz beim Bauen ausmacht.

Die Vorlagen, die zur Verfügung stehen, geben einige Krippentypen wieder. Heimatliche und orientalische Krippen, Stilkrippen mit zwei Säulen und einem Dach als Behausung der Heiligen Familie, Laternenkrippen und Rahmenkrippen (Krippen in einem Bilderrahmen) sind die beliebtesten Formen, die gebaut werden.

Als Material eignen sich besonders Naturstoffe, wobei die meisten Kursteilnehmer Holz verwenden. Vor allem Lärchenholz ist gut zu verarbeiten, weil es sehr weich und formbar ist. Ob als Baumrinde zur Gestaltung einer bergigen Landschaft, als Späne zum Einstreuen des Stalls oder als Miniaturbäumchen – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Leim fixiert die Materialien und eine Bemalung mit bunten Farben macht das ganze freundlich.

Werkzeuge wie verschiedene Sägen, Schnitzmesser, Hämmer, Schrauben und natürlich auch Farben stehen bei einem Krippenbaukurs ausreichend zur Verfügung.

Zum Abschluss werden Figuren in die fertige Krippe gestellt. Diese kann man entweder selbst kaufen oder von einem Schnitzer herstellen lassen.

Er selbst habe bisher sechs Weihnachtskrippen gebaut, so Krippenbaumeister Stechele, allein wegen des Platzes im Haus habe er nun erstmal mit der eigenen Herstellung aufgehört. Seine Erfahrungen gibt er weiterhin gerne an Interessierte weiter.

Quelle: all-in.de (das allgäu online)

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