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Gebt mir mein Buch!

Geschrieben von: Tonia Long

Der hl. Philippus Benitius lag auf dem Sterbebett. Weinend und trauernd umstanden ihm seine Brüder; er aber gab ihnen noch liebreiche Ermahnungen und flüsterte in den letzten Augenblicken: „Mein Buch, gebt mir mein Buch!“ Die Brüder reichten ihm dies und jenes, aber keines war das rechte. Endlich bemerkten sie, dass sein Auge auf das Kreuz an der Wand gerichtet war, und gaben es ihm.

Mit glühender Innigkeit presste er es an die Brust und an die Lippen und hauchte seine Seele aus. Das Kreuz war also das Buch, aus welchem der Heilige die schönste Lebensweisheit schöpfte. Durch den Anblick des gekreuzigten Heilandes war es ihm gelungen, der Welt und dem Satan und dem eigene „Ich“ gänzlich zu entsagen, im demütigen Gewande eines Laienbruders, später eines Priesters und Ordensoberen eine hohe Stufe der Vollkommenheit zu erreichen.

O unendlicher barmherziger Gott, das Kreuz sei alle Tage auch mein Buch, darin will ich lesen und lernen von deiner Demut, deinen Gehorsam, deiner Liebe!

„Wir beten dich an, o Herr Jesus Christus, und preisen dich;

denn durch dein heiliges Kreuz hast du di Welt erlöst.“

„Wenn du, o Mensch, von Tugend zu Tugend fortschreiten willst, dann musst du mit möglichst großer Andacht das Leiden des Herrn betrachten; denn diese Betrachtung trägt sehr viel bei zur Heiligung der Seele.“  (Hl. Bonaventura)

P. Paul von Moll (+1896) sagt: „Die Mitleid mit dem leidenden Heiland zeigten, sin heilig geworden, wie Simon v. Cyrene, der arme Schächer, die heiligen Frauen und viele andere.“

 

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ. – Hrsg.: Aktion „Deutschland Braucht Mariens Hilfe“ – DVCK e.V., Frankfurt am Main

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