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Etwas mehr Liebe

Geschrieben von: Tonia Long

Ein 92jähriger Benediktinermönch schreibt mit zitternder Hand: „es wird das letzte Mal in meinem Leben sein, dass ich in eine Zeitung schreibe“, meint er in den Begleitzeilen. Die Mahnstimme eines hochgebildeten und vielerfahrenen Menschenfreundes, ehe er den Gang in die Ewigkeit antritt, so mutet auch seine Zuschrift an. Sie lautet: „Ach ja, – es wird in dieser Zeit unendlich viel geschrieben, unendlich viel gepredigt, dass es besser werde;  es werden Vereine aller Art zu diesem Zwecke gestiftet. Und dennoch geht es nur tiefer hinein in den Kurs des Verhängnisses. Es fehlt an den Herzen, und fehlt an der Umkehr der Herzen. Man reicht der armen Menschheit jeden Tag Heilmittel aller Art, immer neue, aber nie das rechte, nicht dasjenige, nach welchem der kranke Körper derselben förmlich schreit. Es heißt: Etwas mehr Liebe.

Es war eben doch das große Heilrezept für Völker und Menschen, da der Apostel sagte: Liebet einander und ihr habt genug getan. An ihm gesundete die Menschheit wieder. Und ein noch viel Größerer, der Heiland selber, mahnte: Wenn ihr einander liebet, so erfüllt ihr das Gesetz und die Mahnungen der Propheten.

Und wie diese Liebe sein soll, kündete der heilige Paulus, da er sprach: Die Liebe ist geduldig. Sie erträgt alles. Sie ist nicht schwierig. Sie ist nicht selbstsüchtig. Sie lässt sich nicht erbitten und freut sich der Wahrheit und Gerechtigkeit.

O dass es die Menschen einem alten Manne glauben möchten, dessen Erfahrung weit zurückreicht und er nichts mehr bei ihnen und auf dieser Erde zu suchen hat und sucht: In diesen Mahnungen ist die Heilquelle geborgen und in der Befolgung derselben die Gesundung. Und noch ein Wort an meine Katholiken. Ein freundliches Wort sammelt Freunde. Es besänftigt die Feinde. Und wie man sogar die Feinde lieben soll, das hat der Herr uns selber in seinen letzten Worten am Kreuze gelehrt.

Verzeihe – verzeihet.

Damit lege ich die Feder nieder. Ich habe sie zum letzten Mal im Leben für die Zeitung gebraucht.“

„Den sicheren und wahren Weg zum Himmel bereitet die Demut, indem sie das Herz nach oben zum Herrn erhebt!“ (Hl. Augustinus)

 

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle S.J. – Hrsg.: Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ – DVCK e.V. – Frankfurt am Main

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