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„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“

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„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ Der heilige Augustinus über Johannes den Täufer – ein Gedanke im Herz-Jesu-Monat Heute, am 24. Juni, feiert die Kirche die Geburt des heiligen Johannes des Täufers. Außer der Geburt Jesu und der Gottesmutter Maria begeht sie keine weitere Geburt eines Heiligen als liturgisches Fest. Dies unterstreicht die einzigartige Sendung des Täufers: Er ist der Vorläufer des Messias, die Stimme, die den Weg für das ewige Wort bereitet. In einer Predigt zu diesem Fest (Sermo 293) betrachtet der heilige Augustinus die Worte des Johannes: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30) Augustinus verweist zunächst auf ein bemerkenswertes Zeichen der Schöpfung. Johannes wird zu jener Zeit geboren, da die Tage nach der Sommersonnenwende allmählich kürzer werden. Christus hingegen wird nach der Wintersonnenwende geboren, wenn die Tage wieder länger werden. Für Augustinus ist dies gleichsam ein Bild dessen, was Johannes später selbst bekennt: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ Doch Christus wächst nicht in sich selbst. Gott ist vollkommen; Er kann weder größer noch kleiner werden. Christus wächst vielmehr in den Herzen der Menschen, die Ihn immer tiefer erkennen und seine Gnade an sich wirken lassen. Je mehr der Mensch seinen Stolz und seine Selbstbezogenheit ablegt, desto mehr gewinnt Christus Raum in seinem Leben. Gerade darin liegt die wahre Größe Johannes des Täufers. Obwohl der Herr selbst sagt, dass unter den von einer Frau Geborenen keiner größer ist als Johannes (vgl. Mt 11,11), sucht dieser niemals seine eigene Ehre. Sein ganzes Leben hat nur ein Ziel: auf Christus hinzuweisen. Er ist die Stimme, Christus ist das Wort. Er ist der Vorläufer, Christus der Erlöser. Demut Seine Demut entspringt nicht einer Geringschätzung seiner selbst, sondern der Freude darüber, dass der verheißene Messias gekommen ist. Johannes hält nichts für sich zurück; er führt die Menschen zu dem, der allein retten kann. Seine Sendung ist erfüllt, wenn die Blicke sich nicht mehr auf ihn richten, sondern auf Christus. Das Heiligste Herz Jesu Gerade im Herz-Jesu-Monat erhält diese Botschaft eine besondere Tiefe. Das Heiligste Herz Jesu offenbart die unendliche Liebe Gottes, die sich den Menschen bis zur Hingabe am Kreuz schenkt. Johannes bereitet auf diese Liebe vor. Er weist nicht auf sich selbst, sondern auf den, dessen geöffnetes Herz Quelle des Lebens und des Heiles ist. Auch wir stehen immer wieder in der Versuchung, uns selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Das Wort des Täufers erinnert uns daran, dass wahres christliches Leben dort beginnt, wo Christus den ersten Platz erhält. „Abnehmen“ bedeutet nicht, an Würde zu verlieren, sondern dem Herrn zu erlauben, unser Herz zu verwandeln. Je mehr Christus in uns wächst, desto mehr werden wir zu den Menschen, als die Gott uns gedacht hat. Bitten wir den heiligen Johannes den Täufer, uns seine Demut und seine innere Freiheit zu erbitten. Möge das Heiligste Herz Jesu unsere Herzen immer mehr nach Seinem Herzen formen, damit auch unser Leben zu einem stillen Zeugnis für Christus wird. Dann wird das Wort des Täufers auch zu unserem täglichen Gebet: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“

Der heilige Augustinus über Johannes den Täufer – ein Gedanke im Herz-Jesu-Monat

Heute, am 24. Juni, feiert die Kirche die Geburt des heiligen Johannes des Täufers. Außer der Geburt Jesu und der Gottesmutter Maria begeht sie keine weitere Geburt eines Heiligen als liturgisches Fest. Dies unterstreicht die einzigartige Sendung des Täufers: Er ist der Vorläufer des Messias, die Stimme, die den Weg für das ewige Wort bereitet.

In einer Predigt zu diesem Fest (Sermo 293) betrachtet der heilige Augustinus die Worte des Johannes:

„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30)

Augustinus verweist zunächst auf ein bemerkenswertes Zeichen der Schöpfung. Johannes wird zu jener Zeit geboren, da die Tage nach der Sommersonnenwende allmählich kürzer werden. Christus hingegen wird nach der Wintersonnenwende geboren, wenn die Tage wieder länger werden. Für Augustinus ist dies gleichsam ein Bild dessen, was Johannes später selbst bekennt: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“

Doch Christus wächst nicht in sich selbst. Gott ist vollkommen; Er kann weder größer noch kleiner werden. Christus wächst vielmehr in den Herzen der Menschen, die Ihn immer tiefer erkennen und seine Gnade an sich wirken lassen. Je mehr der Mensch seinen Stolz und seine Selbstbezogenheit ablegt, desto mehr gewinnt Christus Raum in seinem Leben.

Gerade darin liegt die wahre Größe Johannes des Täufers. Obwohl der Herr selbst sagt, dass unter den von einer Frau Geborenen keiner größer ist als Johannes (vgl. Mt 11,11), sucht dieser niemals seine eigene Ehre. Sein ganzes Leben hat nur ein Ziel: auf Christus hinzuweisen. Er ist die Stimme, Christus ist das Wort. Er ist der Vorläufer, Christus der Erlöser.

Demut

Seine Demut entspringt nicht einer Geringschätzung seiner selbst, sondern der Freude darüber, dass der verheißene Messias gekommen ist. Johannes hält nichts für sich zurück; er führt die Menschen zu dem, der allein retten kann. Seine Sendung ist erfüllt, wenn die Blicke sich nicht mehr auf ihn richten, sondern auf Christus.

Das Heiligste Herz Jesu

Gerade im Herz-Jesu-Monat erhält diese Botschaft eine besondere Tiefe. Das Heiligste Herz Jesu offenbart die unendliche Liebe Gottes, die sich den Menschen bis zur Hingabe am Kreuz schenkt. Johannes bereitet auf diese Liebe vor. Er weist nicht auf sich selbst, sondern auf den, dessen geöffnetes Herz Quelle des Lebens und des Heiles ist.

Auch wir stehen immer wieder in der Versuchung, uns selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Das Wort des Täufers erinnert uns daran, dass wahres christliches Leben dort beginnt, wo Christus den ersten Platz erhält. „Abnehmen“ bedeutet nicht, an Würde zu verlieren, sondern dem Herrn zu erlauben, unser Herz zu verwandeln. Je mehr Christus in uns wächst, desto mehr werden wir zu den Menschen, als die Gott uns gedacht hat.

Bitten wir den heiligen Johannes den Täufer, uns seine Demut und seine innere Freiheit zu erbitten. Möge das Heiligste Herz Jesu unsere Herzen immer mehr nach Seinem Herzen formen, damit auch unser Leben zu einem stillen Zeugnis für Christus wird.

Dann wird das Wort des Täufers auch zu unserem täglichen Gebet:

„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“

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