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Die oftmalige Gewissensforschung

Geschrieben von: Tonia Long

Der Heide Seneka erzählte von sich, dass er abends, wenn er still für sich allein sei, sein Gewissen erforsche. Der heidnische Philosoph Pytagoras verlangte von seinen Schülern, dass sie täglich zweimal, am Vormittag und am Abend, die drei Fragen an sich stellen:

Was habe ich getan?
Wie habe ich es getan?
Habe ich alles getan, was ich hätte tun sollen?

Die Heiligen der Katholischen Kirche haben die Gewissensforschung noch viel höher geschätzt und darum oftmals am Tag ihr Gewissen erforscht.
Jede Gewissensforschung ist eine Abkehr von der Außenwelt und eine Einkehr in unser Inneres; jede Gewissensforschung bringt auch eine bessere Selbsterkenntnis und eben damit eine größere Reinheit des Herzens.

Wer sein Gewissen nur selten erforscht, bleibt darum stets ein oberflächlicher, veräußerlicher Mensch, der nie in die Tiefen seiner Seele eindringt. Wollen wir innerlich werden, müssen wir also oftmals am Tag nachsehen, was dem gegenwärtigen, allwissenden GOTT missfällt, uns es bereuen.

Dich liebt, o Gott, mein ganzes Herz,
Und dies ist mir der größte Schmerz
Dass ich erzürnt dich, höchstes Gut,
Ach wasch mich rein in deinen Blut!

„Was mich anbelangt, so finde ich die Vollkommenheit recht leicht zu üben, weil ich eingestehen habe, dass wir Jesus nur beim Herzen zu nehmen brauchen. Betrachte ein Kind, das seine Mutter erzürnt hat. Wenn es sich mit einem trotzigen Gesicht versteckt und aus Angst der Strafe schreit, so wir sie ihm den Fehler gewiss  nicht verzeihen. Breitet es aber seine kleinen Arme aus und sagt: Gib mir einen Kuss, ich werde es nicht mehr tun, wird die Mutter es dann nicht voll Zärtlichkeit an ihr Herz drücken und alles, was es gefehlt hat, vergessen? Und doch weiß sie, dass ihr kleiner Liebling bei der nächste Gelegenheit dasselbe tun wird; aber das macht nichts. Nimmt er sie dann wieder beim Herzen, so wird es nie gestraft werden“. (Hl. Theresia vom Kinde Jesu)

 

Quelle: Sonne Dich – P. Max Dudle SJ – Hrsg.: Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“ – DVCK e.V., Frankfurt am Main

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Ohne aus dem Hause gehen zu müssen, können Sie sich hier dem großen Apostolat anschließen, das sich vollständig dem hl. Pater Pio verschrieben hat.

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