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Die Helferin der Kranken von Philippsdorf – Tschechien

Die Entstehung dieser Wallfahrt in der Tschechoslowakei geht nicht auf eine Legende vergangener Jahrhunderte zurück, sondern beruht auf tatsächlichen Vorkommnissen der neueren Zeit. Wie Lourdes mit dem Namen Bernadette Soubirous, so ist Philippsdorf (Filipov) mit dem Namen Magdalena Kade verknüpft.

Dieses Mädchen wurde mit neunzehn Jahren von schweren Krankheiten befallen. Sie litt unter heftigen Krämpfen, bekam Gehirnhautentzündung, dazu gesellte sich ein bösartiges, eiterndes Ekzem (Flechtenausschlag), das immer größere Teile des Körpers ergriff und neben starken Schmerzen übelsten Geruch verursachte. Tagelang lag das gequälte Mädchen bewußtlos da. Die Ärzte waren ratlos und gaben die Kranke auf.

Die Marienerscheinung in Filipov (Philippsdorf), 1866; zeitgenössisches Andachtsbild

Am 12 Januar 1866 steigerten sich die Schmerzen ins schier Unerträgliche. Als Magdalena nachts schlaflos in ihrer Kammer lag,  wurde es plötzlich ganz hell im Raum, ein Glanz, wie der eines leuchtenden Sonnentages, durchflutete das Zimmer. Am Fußende des Bettes trat aus der Lichtflut eine erhabene Frauengestallt: die Muttergottes! Vor Angst und Verwirrung fing das Mädchen am ganzen Leibe zitternd zu beten an. Da hörte sie aus dem Mund der Himmelskönigin die trostvollen Worte: „Mein Kind, von jetzt an heilt es.“

Selig vor Freude über diese Erscheinung und die Botschaft rief Magdalena nach ihren Angehörigen und erklärte den Überraschten: „Ich bin geheilt – Maria hat es mir gesagt.“ Als die Angehörigen begreiflicherweise ungläubig schauten, riß sie mit einem Ruck die großen Pflaster vom Leib, die noch ganz mit nassem Eiter überdeckt waren und so zeigten, daß die Krankheit bis vor wenigen Augenblicken noch vorhanden war. Die wunden Körperstellen waren mit frischer Haut überzogen und verursachten weder Schmerz noch den geringsten üblen Geruch. Magdalena stand vom Bett auf und konnte nach ein paar Tagen jede Hausarbeit verrichten.

Foto: Martina Schneibergová

Diese wunderbare Heilung erregte weit über Philippsdorf hinaus ungeheures Aufsehen. Tausende und Tausende strömten herbei. Man musste an den Bau einer hinlänglich großen Kirche denken, der vom Bischof nach dem Gutachten einer von ihm eingesetzten Untersuchungskommission genehmigt wurde. 1885 konnte die romanische, zweitürmige Kirche konsekriert werden. Im Laufe der Jahre ereigneten sich so zahlreiche, auffallende Krankenheilungen, daß man Philippsdorf als das „Tschechische Lourdes“ bezeichnete. Durch die Tätigkeit von Redemptoristenpatres erfuhr die Wallfahrt einen solchen Aufschwung, daß man in manchem Jahr nicht weniger als hunderttausend Pilger zählte.

Magdalena Kade blieb nach ihrer wunderbaren Heilung so einfach und bescheiden, wie sie vorher gewesen war. In größter Zurückhaltung lebte sie in einem Häuschen nahe der Kirche. 1905 starb sie im Alter von siebzig Jahren.

Quelle: Maria wir rufen zu dir – Alphons Maria Rathgeber – Verlag Albert Pröpster – Kempten – Allgäu 1960

Bilder: http://cz.poutni-mista-sluknovsko.cz

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