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Die Abreise nach Bethlehem

Geschrieben von: Tonia Long

Als Maria und Josef nach Bethlehem reisten, waren sie in den Augen der Menschen wie arme Wanderer, sie wurden eingeschätzt, wie die Weit Armut und Demut achtet. Doch, 0 Wunder der Geheimnisse des Allerhöchsten, verborgen für Stolze und unerforschlich für die Klugen des Fleisches! Nicht verlassen, nicht arm, nicht verachtet wanderten sie dahin, sondern beglückt, überreich und hochgeehrt. Sie waren ja der teuerste und würdigste Gegenstand der unermesslichen Liebe des ewigen Vaters. Der ganze himmlische Hof verehrte sie. […]

Engel begleiteten die beiden Wanderer. Bisweilen verbreiteten sie bei Nacht ein wunderbares Licht, so dass auch Josef sich des Anblicks der himmlischen Geister erfreuen konnte. Neben solchen Gaben und Gnaden ließ der Herr auch mannigfache Leiden und Beschwerden zu. Wegen der kaiserlichen Volkszählung entstand in den Herbergen ein großes Gedränge, das der jungfräulichen Mutter und dem hl. Josef sehr lästig und peinlich war. Wegen ihrer Armut wurden sie nicht gut aufgenommen. Oft mussten sie raue Worte hören; dann wieder wies man sie ab. […] Maria achtete bei alldem auf die seelischen und leiblichen Nöte ihrer Mitmenschen. Kranke, Betrübte und Notleidende tröstete Maria während der Reise, doch nur, indem sie ihren heiligsten Sohn um Hilfe für deren Leiden bat. So erwiderte die Mutter der Barmherzigkeit die schlechte Aufnahme, die sie bei den Menschen fand.

Zuweilen langten Maria und Josef, von Kälte und Regen erstarrt bei einer Herberge an. Wenn sie dann bei den Tieren lagern mussten, bewiesen diese ihnen jene Freundlichkeit, die den Menschen mangelte, und machten ihrem Schöpfer und dessen Mutter Platz. Josef suchte Maria sorgsam zu schützen, mehr noch die hl. Engel, vor allen ihr Fürst, der hl. Erzengel Michael, der immer zu ihrer Rechten war und sie keinen Augenblick verließ.

An einem Samstagabend bei Sonnenuntergang kamen Maria und Josef in Bethlehem an. Nicht nur in öffentlichen Gasthäusern, sondern auch bei ihren Verwandten und Bekannten suchten sie ein Unterkommen, doch nahm sie niemand auf. [ … ] Auf ihrem Weg kamen sie zu dem Haus, in dem die Volkszählung stattfand. Sie ließen sich gleich einschreiben und zahlten die Steuern.

Dann setzten sie ihre Suche fort, wurden aber überall abgewiesen. Die hl. Engel bewunderten die erhabenen Geheimnisse des Herrn, die Geduld und Sanftmut seiner heiligsten Mutter und staunten über die herzlose Härte der Menschen. Sie priesen den Allerhöchsten in seinen geheimnisvollen Werken, weil er von diesem Tag an die von den Menschen verachtete Demut und Armut zu so großer Herrlichkeit erheben wollte.
[ … ]

Imprimatur

– von Maria Agreda –

entnommen dem Buch: Mystische Stadt Gottes, 4. Buch. Immaculata-Verlag CH-6015 Reussbühl/Luzern. Erste Auflage 1968.

 

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