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Der Adel und die vergleichbaren Eliten

Geschrieben von: Tonia Long

Zahlreiche Gäste zur Buchpräsentation der österreichischen TFP im Palais Coburg erschienen.
Wien (kathnews.de/FokusFatima): Am Donnerstag, 30. Oktober 2008 stellte die Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP) das Buch „Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten“ vor, welches die Ansprachen Pius’ XII. an das Patriziat und den Adel von Rom thematisiert. Das Werk stammt aus der Feder des brasilianischen Publizisten Professor Plinio Corrêa de Oliveira und wurde nun erstmals ins Deutsche übersetzt. Vorher erschien es bereits in Portugiesisch, Italienisch, Spanisch und Englisch.

Plinio Corrêa de Oliveira wurde am 13. Dezember 1908 in São Paulo geboren und gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller und Denker des 20. Jahrhunderts. Er ist der Begründer der Gesellschaften zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP), die mittlerweile in mehr als 25 Ländern aktiv sind. Professor Corrêa de Oliveira starb am 3. Oktober 1995 in Sao Paulo.

Ehrengast und erster Referent der Veranstaltung im Wiener Palais Coburg war Prinz Luiz von Orleans und Braganza, Oberhaupt des brasilianischen Kaiserhauses und Thronprätendent von Brasilien. In seiner Ansprache würdigte er Professor Plinio Corrêa de Oliveira als einen Mann der Tat und großen Denker des 20. Jahrhunderts.

Dabei betonte Prinz Luiz von Orleans und Braganza, dass Professor Plinio Corrêa de Oliveira in besonderem Maße ein analytischer Denker gewesen sei, der es verstand, das Jahrhundert in dem er lebte und die vorherrschenden Probleme seiner Zeit konkret zu erfassen. Nach dem einleitenden Vortrag durch Prinz Luiz von Orleans und Braganza referierte Herzog Paul von Oldenburg über die „Notwendigkeit der Eliten für die Erneuerung der Christenheit“.

Er erläuterte dabei die gegenwärtige Krise, in der sich das christliche Europa befindet: „Die einst so strahlende Christenheit, geboren im Nahen Osten und zur Hochblüte hier in Europa gelangt und ausgebreitet über alle Kontinente, wendet den christlichen Prinzipien immer weiter den Rücken zu“. Besonders kritisch betrachtete der Herzog, dass sich die Ordnung Europas nicht mehr auf die Gebote Gottes stützen will, sondern vielmehr die Charta der Menschenrechte als alleinig geltendes Prinzip anerkennen möchte.

Er hob hervor, dass es in dieser Hinsicht eine immense Verschiebung im Denken und Handeln der Menschen gegeben habe: „Die Menschenrechte werden das höchste Dogma sein. Dieses Dogma erlaubt keine Infragestellung, keinen Protest. Der Platz, den Gott in der katholischen Gesellschaft des Mittelalters einnahm, – wo jede Verletzung der Rechte Gottes inakzeptabel war – wird nun durch die Menschenrechte besetzt.“, so Herzog Paul von Oldenburg.

Er stellte fest, dass es nur einen einzigen Weg aus der Krise gebe: die Re-Christianisierung Europas. Um dieses Ziel erreichen zu können, bedarf es der traditionellen Eliten, insbesondere des katholischen Adels. Ihm komme zu, für die Kirche und den Glauben die Stimme zu erheben und sich aktiv für ein christliches Europa einzusetzen.

Oldenburg zitierte Papst Pius XII., der sich in einer Ansprache an den Adel von Rom wandte: „Möglicherweise ist das heutigentags die wichtigste, soziale Funktion des Adels; sicherlich ist es der größte Dienst, den Ihr der Kirche und dem Vaterland erweisen könnt“. Ferner heißt es in einem weiteren Zitat Pius’ XII. an das römische Patriziat und den Adel der Stadt Rom: „Ihr lasst Eure Vorfahren neu aufleben, indem Ihr sie ins Gedächtnis zurückruft. Und Eure Ahnen leben wieder auf in Euren Namen und in den Euch hinterlassenen Titeln, den Zeugen ihrer Verdienste und Wohltaten.“

Konkret betonte Oldenburg in Einklang mit den Botschaften des Heiligen Vaters, dass jeder Mensch seine Bestimmung habe und dass jeder dem Fortschritt der Gemeinschaft dienen müsse, deren Verbesserung er mit seinen ganzen Kräften und eigenen Talenten zu dienen hat.
Anschließend sprach der italienische Professor Roberto De Mattei in einem Referat über die „Antwort des Adels auf die revolutionäre Dekonstruktion der menschlichen Natur“. Auf seinen Vortrag werden wir in unserer weiterführenden Berichterstattung in den kommenden Tagen näher eingehen.

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Das Buch kann unter folgender email Adresse bestellt werden und kostet 30 Euro.

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