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Dein Kreuz

Geschrieben von: Tonia Long

Wenn alle Engel, alle Genies der Welt studiert hätten, was wohl in dieser oder jener Lage nütze, dieses oder jenes Leid, diese Versuchung oder jener schmerzliche Verlust, sie hätten nicht finden können, was für Dich passender gewesen wäre, als was Dich getroffen hat.

So hat Gottes ewige Vorsehung von Anbeginn gesonnen, um Dir dieses Kreuz aus seinem Herzen als kostbares Geschenk zu geben.

Er hat es, ehe er es Dir schickte, mit seinem allwissenden Auge betrachtet, mit seinem göttlichen Verstand durchdacht, mit seiner weisen Gerechtigkeit geprüft, und mit seinem liebenden Erbarmen durchwärmt.

Er hat es mit seinen beiden Händen gewogen, ob es nicht einen Millimeter zu groß, um ein Milligramm zu schwer sei.

Dann hat er es gesegnet mit seinem heiligen Namen, mit seiner Gnade gesalbt und mit seinem Trost durchhaucht und noch einmal auf Dich und Deinen Mut geblickt.

So kommt es nun geradezu aus dem Himmel zu Dir als ein Ruf Gottes und als ein Geschenk seiner erbarmenden Liebe, damit Du ganz selber werdest und in Gott Deine Erfüllung findest.
 Heiliger Franz von Sales

Obwohl diese sehr ergreifende Ode an das Kreuz eigentlich für sich selbst spricht, möchte ich noch ein paar eigene Gedanken dazu einwerfen. Es geht also um das ganz individuelle Kreuztragen über das JESUS selbst sagt: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. (Mk 8,34)

Hierbei geht es keineswegs darum, wer das größere oder schwerere Kreuz zu tragen hat, sondern, mit welcher Haltung man sich auf seinen ganz persönlichen Kreuzweg auf die irdische Reise begebe und mich bewege. Nur der liebe GOTT allein weiß, was er jedem einzelnen seiner Kinder zumuten kann, damit derjenige sein Kreuz auch in Würde und Demut annehmen kann. Sich gegenseitig zu beneiden oder dem Gegenüber sein Kreuz madig zu machen, stellt für einen Katholiken keine Option dar. Ich würde das Kreuz auch nicht als Strafe GOTTES interpretieren sondern als Hilfestellung zur Umkehr und Läuterung der menschlichen Seele.

Die Fastenzeit ist die beste Gelegenheit, sich über sein Kreuz und seine Bestimmung hier auf Erden nähere Gedanken zu machen und beides anzunehmen. Umso größer wird dann die Freude am Ostermorgen sein, wenn es heißt „der HERR ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden“.

Johanna M. Gelbmann

Quelle: „Der 13.“, Kleinzell Nr. 2, A-4115 Kleinzell, 13. März 2022, S. 19.

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