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Das Leben im Priesterstand – Der hl. Johannes Bosco

Johannes Bosco, geboren am 15. August 1815 in dem Weiler Becchi, einige Stunden vor Turin, am Fuße der Alpen. Kaum zwei Jahre alt, stand er mit der Mutter am Totenbett seines Vaters. Mama Margherita war nach fünfjähriger Ehe allein mit zwei kleinen Kindern, zwei Knechten, einen Stiefkind und ihre Schwiegermutter – dazu kam Mißernte und Hungersnot. Sie hätte sich gut verheiraten können, aber sie sagte: „Ich bin die Mutter meiner Kinder. Was liegt mir an Gold und Silber?  „Meine Kinder sind mein Reichtum.“ Ihr Lösungswort hieß: „Gott sieht mich“ Margherita Bosco vermochte es kaum, den jungen Johannes in die Schule zu schicken – Volksschulen gab es nicht – so brachte sie ihm selbst Rechnen, Schreiben und Lesen bei – bis sie ihn nach Castelnuovo, 10 km von Becchi entfernt, zum Unterricht nringen konnte. Der Junge mußte kräftig Hand anlegen – arbeiten wie ein Erwachsener. Sein Stiefbruder widersprach: „Wozu braucht Hans in die Schule gehen? Er soll die Mistgabel und den Spaten auf die Achsel nehmen, wie ich auch!“ Da wurde eine Verwandte Haushälterin bei einen Kaplan von Capriglio, der den Jungen unentgeltlich unterrichtete.
Johannes hatte einen Traum: Eine Wiese, darauf ein Gewimmel von Knaben, die schrien, brüllten, fluchten. Johannes wollte sie beruhigen, redete gütlich zu, dann hieb er mit Fäusten auf sie ein, bis eine geheimnisvolle Gestalt sich ihm näherte: „Nein nicht so, du mußt gut sein“ Zeigst du dich gut zu ihnen, so wirst du sie zu Freunden machen. Gib ihnen sogleich eine Belehrung!“ Johannes sträubte sich im Traum. Der Traum wurde immer beängstigender. Da, kam eine herrliche Frau, statt der Knaben ein Rudel wilder Tiere – wüst. Gefährlich, funkelnde Augen, geöffnete Rachen. Die hohe Frau lächelte ihm zu und winkte, er soll keine Angst haben. Sie streckte ihren Stab aus – die wilden Tiere waren lämmer geworden. Die Frau führte ihm die Herde zu. Als er fragen wollte, legte sie ihm die Hand auf den Scheitel: „Zur recten Zeit wirst du alles verstehen.“ Johannes Bosco erzählte den Traum. Seine Brüder spotteten – die Großmutter nahm ihn nicht ernst. – Die Mutter schaute ihn an – ob er nicht Priester weden soll? Er war zwasr noch wild – das folgen fiel ihm schwer. Aber wenn Gott wollte . . .!
Johannes mußte sich hart durchkämpfen. Dem alten Kaplan von Murialdo, einem Wallfahrtsort (Butigliera), der auf ihn aumerksam wurde, gestand er, er wolle Priester werden.Der Kaplan erklärte sich bereit, ihm Leteinunterricht zu geben. Energie – Fleiß.  – Bald kam er auf Empfehlung von Schule zu Schule.
Als er das Gymnasium abgeschlossen hatte, überlegte er, ob er nicht ins Kloster gehen soll. Mama Margherita sagte: „Ich will nichts als dein ewiges Heil. An allen anderen liegt mir wenig.  Der Gedanke an meiner Zukunft soll auf deine Entschließung keinen Einfluß ausüben. Ich bin arm geboren und will arm sterben.“ Dann fuhr sie in heiliger Erregung fort: „Wenn du Weltpriester wirst, so merke es dir wohl: Solltest du reich werden, so würde ich dich niemals besuchen. Ich würde keinen Fuß in deine Wohnung setzen.“
Johannes Bosco entschloß sich, Weltpriester zu werden und trat in das Seminar von Turin ein. Seine  Muttersagte: „Ich bin glücklich, wenn das der Wille Gottes ist! Denke aber daran, daß nicht der Rock den Priester macht, sondern die Tugend! Solltest du eines Tages dieses Gewand der Ehre beflecken, um Gottes willen, so lege es doch ab! Hundertmal besser ist es, ein armer Landsmann zu bleiben, als ein nachlässiger Priester zu werden . . . Wenn du die Ehre hast, Priester zu sein, so sei ein Apostel Mariens. Ihr habe ich dich bei deiner Geburt geweiht.“ Johannes war erschüttert und bewahrte die Worte seiner Mutter.
Am Tage seiner Priesterweihe sagte sie zu ihm: „Nun bist du also Priester, mein geliebter Sohn! Aber anfangen die heilige Messe zu lesen, das heißt anfangen zu leiden . . . Du wirst erfahren, daß deine Mutter recht hat“

(Klara und Maria Faßbinder, Der heilige Spiegel, Paderborn 1941, S. 256; vergleiche Peter Dörfler, Der junge Don Bosco, Freiburg 1931).

 

Quelle: Katechetisches Handbuch zum katholischen Katechismus – von Alfred Bartu – Schwabenverlag – Stuttgart, 2. Band. 1957. S. 487

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