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Auferstehung

 

Doch will der König in dir auferstehn,
Mein trauernd Volk, du darfst sein Grab nicht sein.
Der Erde Macht, des Abgrunds Felsgestein
Zerbricht sein siegend Licht mit Sturmeswehn.

Du wardst zum Volk, als Er dich ausersehn,
Zu tragen Seines Zeichens Siegesschein;
Vor Seinem Kreuze wirst du wieder rein,
Ist nur des Kreuzes Macht an dir geschehn.

Ein jeder Schmerz will Ihn im Grabe wecken,
Und jeder Tote wartet auf Sein Wort,
Das aus der Tiefe Kerkermauern reißt.

Erstehe, Seine Herrschaft zu vollstrecken!
Und lebst du Ihm, so lebt Er in dir fort
Und Seines Geistes Macht in deinem Geist.

Quelle: Die Sonette – Reinhold Schneider
von Leben und Zeit, dem Glauben und der Geschichte
Verlag Jakob Hegner – Köln und Olten  S.100

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