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Das Heiligste Herz Jesu und das Unbefleckte Herz Mariens – Zwei Herzen, ein Liebesgeheimnis

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Wenn Sie einsam sind, brauchen Sie gerade diese Andacht am meisten Gebet ist Sache des Herzens, denn das Herz ist der Ort der Begegnung. Ein Grund, weshalb das Heiligste Herz Jesu feierlich verehrt wird, liegt im menschlichen Ringen mit der Einsamkeit: Worin besteht eigentlich das Elend des Menschen? Wir können sagen, dass die Wurzel des menschlichen Elends die Einsamkeit ist, der Mangel an Liebe – die Tatsache, dass mein Dasein nicht von einer Liebe umfangen wird, die ihm Sinn und Notwendigkeit verleiht. Das Heiligste Herz Jesu ist das Heilmittel dagegen. Der heilige Petrus Damiani schrieb im 11. Jahrhundert: In diesem anbetungswürdigen Herzen finden wir alle Waffen, die wir zu unserer Verteidigung benötigen; alle Heilmittel zur Genesung von unseren Übeln; alle mächtigsten Hilfen gegen die Angriffe unserer Feinde; alle süßesten Tröstungen zur Linderung unserer Leiden; alle reinsten Freuden, um unsere Seelen mit Freude zu erfüllen. Bist du bedrückt? Verfolgen deine Feinde dich? Beunruhigt dich die Erinnerung an vergangene Sünden? Fühlst du dein Herz von Unruhe, Angst oder Leidenschaft bewegt? Dann gehe hin und werfe dich gleichsam in die Arme Jesu Christi. Tritt ein in sein Heiligstes Herz. Es ist ein Heiligtum, ein Rückzugsort für heilige Seelen, eine Zuflucht, in der unsere Seelen vollkommen sicher sind. Nichts erfreut Jesus mehr. Die höchste Sehnsucht des Heiligsten Herzens Jesu“, bemerkte Monsignore Robert Hugh Benson, „ist es, in jene innere, verborgene Kammer der Seele aufgenommen zu werden, wo der Mensch ganz er selbst und deshalb zugleich am tiefsten allein ist. Papst Benedikt XVI. ermutigte uns: Das Herz Gottes ruft unser Herz und lädt uns ein, aus uns selbst herauszutreten, unsere menschlichen Sicherheiten loszulassen, auf ihn zu vertrauen und seinem Beispiel folgend aus unserem Leben ein Geschenk grenzenloser Liebe zu machen. Folgen wir dem Rat von Papst Franziskus: Jetzt ist die Zeit, zu Jesus zu sagen: Herr, ich habe mich täuschen lassen; auf tausend Arten bin ich Deiner Liebe ausgewichen. Doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit Dir zu erneuern. Ich brauche Dich. Rette mich erneut, Herr, nimm mich wieder in Deine erlösende Umarmung auf. Dies können wir tun, indem wir ein Gebet wie dieses beten: Gebet zum Heiligsten Herzen Jesu O Heiligstes Herz Jesu, ich liebe Dich und möchte Dich immer mehr lieben. Ich möchte Dich so lieben, wie Du mich liebst. Durch die Gnade Deines Heiligsten Herzens hilf mir, meinem Herzen treu zu sein. Denn das Herz ist die Wohnstätte, in der ich lebe – lass mich in Deiner Liebe leben; bleibe mir stets nahe, besonders in meiner Einsamkeit. Das Herz ist meine verborgene Mitte, der Ort, an den ich mich zurückziehe – wenn ich ängstlich oder voller Zweifel bin oder von Kummer bedrängt werde, lass mich den Trost Deiner Gegenwart erfahren. Das Herz ist der Ort der Entscheidung, der Ort der Wahrheit, an dem wir Leben oder Tod wählen – schenke mir die Gnade, immer in der Wahrheit zu leben, besonders dann, wenn Verwirrung mich erschüttert oder ich mich in Täuschungen verliere. Gib mir den Mut, mir nicht länger Lügen zu erzählen, an die ich selbst nicht wirklich glaube. Das Herz ist der Ort der Begegnung, der Ort des Bundes – lass nichts anderes als Dich und meine Beziehung zu Dir zum Maßstab meines Lebens werden. Öffne mein Herz, damit es Deine ganze Liebe empfange. Stärke mein Herz, damit es Dir immer vertraut. Weite mein Herz und mache mich großzügig in der Liebe gegenüber allen Menschen, denen ich begegne, besonders gegenüber den Armen, den Einsamen und allen Bedürftigen, mit jener unvergleichlichen, verwandelnden Aufmerksamkeit, die nur in Deinem Heiligsten Herzen zu finden ist. Amen. Quelle: Aleteia, P. Peter John Cameron, OP

Jedes Jahr lädt uns die Kirche dazu ein, unmittelbar nacheinander das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu und das Gedenken des Unbefleckten Herzens Mariens zu feiern. Diese zeitliche Nähe (dieses Jahr am 12. und 13. Juni) will uns auf die geistliche Einheit aufmerksam machen, die zwischen dem Erlöser und seiner heiligsten Mutter besteht.

Das Herz gilt in der christlichen Tradition als Sinnbild der ganzen Person, ihrer Liebe, ihrer Gesinnung und ihrer innersten Hingabe an Gott. Wenn die Kirche das Herz Jesu verehrt, betrachtet sie die unendliche Liebe des menschgewordenen Gottessohnes zu den Menschen. Wenn sie das Unbefleckte Herz Mariens verehrt, betrachtet sie die vollkommene Antwort eines menschlichen Geschöpfes auf diese göttliche Liebe.

Bereits im Augenblick der Menschwerdung begann die innige Vereinigung der beiden Herzen. Im jungfräulichen Schoß Mariens nahm das ewige Wort unsere menschliche Natur an, und unter ihrem Herzen wurde das menschliche Herz Jesu geformt, das von Anfang an untrennbar mit der göttlichen Person des Sohnes Gottes vereint war.  Jede Mutter ist auf besondere Weise mit ihrem Kind verbunden. Maria jedoch empfing und trug den menschgewordenen Sohn Gottes. Darin liegt die Einzigartigkeit ihrer Mutterschaft und die unvergleichliche Nähe ihres Unbefleckten Herzens zum Heiligsten Herzen Jesu.

Das Evangelium zeigt uns Maria immer wieder als jene, die alles in ihrem Herzen bewahrt und betrachtet. Sie lebt ganz aus der Gemeinschaft mit ihrem Sohn. Seine Freude wird ihre Freude, sein Leiden wird ihr Leiden. Diese innige Vereinigung erreicht ihren Höhepunkt auf Golgotha.

Als die Lanze die Seite des gekreuzigten Herrn öffnete und Blut und Wasser hervorströmten, wurde zugleich das Herz der Mutter geistlich durchbohrt. Die Prophezeiung des greisen Simeon erfüllte sich: Ein Schwert drang durch ihre Seele. Deshalb sprechen viele Heilige von einem gemeinsamen Leiden der beiden Herzen. Das Herz Jesu wird leiblich verwundet, das Herz Mariens geistlich; beide aber sind im Erlösungswerk untrennbar vereint.

Schon der heilige Johannes Eudes erkannte diese tiefe Verbindung und förderte die Verehrung der beiden Herzen. Im 17. Jahrhundert offenbarte Christus der heiligen Margareta Maria Alacoque sein Heiligstes Herz und rief zur Sühne und Wiedergutmachung auf. Später bat die Gottesmutter in Fatima um die Verehrung ihres Unbefleckten Herzens und um die Andacht der ersten Samstage. So ergänzen sich beide Andachten auf wunderbare Weise.

Die Kirche hat diese geistliche Wirklichkeit schließlich auch liturgisch sichtbar gemacht, indem sie die beiden Feste unmittelbar aufeinander folgen lässt. Die Gläubigen sollen erkennen, dass die Herzen Jesu und Mariens dieselben Anliegen tragen: die Verherrlichung Gottes und das Heil der Menschen.

In der Volksfrömmigkeit haben die beiden Herzen seit Jahrhunderten einen festen Platz. Familien weihen sich dem Heiligsten Herzen Jesu und dem Unbefleckten Herzen Mariens, stellen ihre Bilder in den Wohnungen auf und erneuern im Gebet ihre Hingabe. Viele Katholiken erfahren in dieser Verehrung Trost, Schutz und Frieden.

Für unsere Zeit bleibt die Botschaft der beiden Herzen von großer Aktualität. Das Herz Jesu offenbart uns die erbarmende Liebe Gottes. Das Herz Mariens zeigt uns die zärtliche Fürsorge einer Mutter, die ihre Kinder zu Christus führen möchte. Wer sich diesen beiden Herzen anvertraut, lernt tiefer zu lieben, treuer zu beten und mutiger Zeugnis für den Glauben abzulegen.

So laden uns die beiden aufeinanderfolgenden Feste jedes Jahr neu ein, in die Schule Jesu und Mariens zu treten. Vereint mit ihren Herzen können wir mithelfen, eine Kultur des Lebens, des Friedens und der christlichen Liebe aufzubauen – zur Ehre Gottes und zum Heil der Seelen.

Heiligstes Herz Jesu, erbarme Dich unser!
Unbeflecktes Herz Mariens, bitte für uns!
Heiliger Josef, Beschützer der Kirche, bitte für uns!

 

Quelle: inspiriert durch einen Artikel von Joseph Pronechen für National Catholic Register am 13. Juni 2026.

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