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Tagesheilige – 2. März: Hl. Agnes von Böhmen

  

Hl. Agnes von Böhmen
Königstochter, Äbtissin OSCI
Geboren: 1207 (1205, 1211?) in Prag Tschechei
Gestorben 2. März 1282 in Prag
Über 700 Jahre nach ihrem Tod sprach Papst Johannes Paul II.
die böhmische Königstochter Heilig.  Die
Kanonisierung der Tschechin fand am 2. November 1989 in Rom statt. Der Papst
wollte ein Zeichen setzen, als er an die Tugenden von Agnes erinnerte: Demut
und freigewählte Armut.
Agnes, die 1207 (möglicherweise auch 1205 oder 1211) als
Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. zur Welt gekommen war, wurde schon als
kleines Mädchen aus Staatsgründen zweimal verlobt; einmal mit Boleslaus von
Schlesien, einmal mit einem Sohn von Stauferkaiser Friedrich II. Die
Verbindungen wurden jedoch aus ebenfalls politischen Gründen wieder gelöst,
worüber Agnes, die sich dem christlichen und aszetischen Leben verschrieben
hatte, sehr glücklich war. Ihre Vorbilder waren längst Franz von Assisi und
dessen Gefährtin Klara von Assisi, mit der Agnes eine innige Brieffreundschaft
unterhielt.
Als Agnes erneut der Politik geopfert werden und entweder
Friedrich II. oder Heinrich II. von England heiraten sollte, bestimmte sie ihr
Schicksal selbst: Sie verzichtete 1234 auf ihre Krone und legte als Klarissin
die Gelübde ab. Ihr gesamtes Eigentum verwandte sie in der Folge für die
Errichtung von Kirchen und zur Unterstützung von Klöstern. Nach ihrem Tod am 2.
März 1282 soll es um sie zu vielen
Wundern gekommen sein, die aber damals alle zu einer Heiligsprechung nicht
ausreichten.
Darstellung: Agnes
von Böhmen ist hauptsächlich als Äbtissin mit Krone dargestellt, wie sie Kranke
pflegt. Eines der Bekanntesten Beispiele der Kunst für diese Szene: Der
Kreuzherren-Altar, seit 1941 in der Nationalgalerie in Prag. Ebenfalls in der
Prager Nationalgalerie ist ein Retabel des Großmeisters Puchner zu sehen, das
die Szene wiedergibt, wie Agnes dem Großmeister der Kreuzherren ein
Kirchenmodell überreicht.
Quelle:
Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf – Schauber-Schindler – Pattloch-Verlag

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