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Ein Gebet

Gott, du mein Vater,
sieh, wie auch ich in diese Vergangenheit verstrickt bin.
Versäumtes bleibt versäumt.
Scham lastet auf meine Seele.
Doch es gab auch Gutes, im Leben und in mir selbst.
Lass nicht zu, dass der Blick auf die Geschichte mich verführt,
Gewalt in meinem Alltag. In meiner unmittelbaren Umgebung,
in der Familie und auf der Straße,
gegenüber dem mir anvertrauten Leben gering zu achten.
Schenk mir vielmehr deine Gnade,
dass ich hier und heute tue, was ich vermag,
damit dein Reich komme.

Amen.

Quelle: Zwischen Gewalt und Gnade – Katholisches Hausbuch 1992
St. Benno Verlag, Leipzig

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